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Genealogische Geschichte des Geschlechts von Jeetze
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auch durch eine schöne Handschrift aus; vor allein aber war sie auf-richtig fromm und hing sehr an dem gottseligen v. Bogatzkh, demVerfasser des SchatzkastleinS, der sie auch einmal in Poritz besuchte,wie sie denn diesen Sinn auch in der Auswahl der Bücher für diePsarrbibliothck zu Poritz sichtbar an den Tag gelegt hat. ')

216. Georg Ach atz, Bruder des Borigen. Am 28. März1692 zu Flessau geboren, trat er 1708 in Militärdienste, ward 1718Seconde- und 1722 Premierlieuteuant im Negimenl Anhalt-Dessau, mußte aber, da er im December d. I. den sächsischen Haupt-mann o. Brcukenhoff im Duell tödtete, deßhalb den Dienst verlassend)Darauf wurde er Holländischer Schiffscapitain. 1762 ist er todt

214. Haus Christoph, Bruder des Borigen. Am 12. Juni1694 zn Flessan geboren,") bis 1710 im ritterlichen Hanse erzogen,sehr lebendigen Charakters, trat er 1711 bei dem Regiment Kronprinzvon Preußen in Dienste, ward 1713 zum Infanterie-Regiment v. Kamccke')versetzt und hier 18. Februar 1715 Fähnrich 1718 30. Oktbr. Seeon de-lientenant im Regiment Forcade, 1723 i0. Jnli Prenne rli ente-il ant und 1730 Stabseap ita in. Er ist im schwedischen Kriege beson-ders bei der Eroberung von Rügen und Stralsund zugegen gewesen.1734 28. März erhielt er eine Compaguie, brachte jedoch die ganze Zeit bis1740 auf Werbung meist in Ungarn zu. Am I. Oktober 1740 bei dem v.Sydow'schcn (23.) Regiment Major geworden, zeichnete er sich am10. April 1741 in der Schlacht bei Mollwitz, dann 1744 in der Action beiBerann und auf dem Rückzüge der Preußen ans Böhmen nach Schle-sien ganz besonders aus. Am 26. Januar 1745 zum Ob er st li eu ten a nternannt, focht er vorzüglich niuthvoll bei Hohenfriedberg und vorAllem am 30 September 1745, dem Glauztage der v. Jeetze beiSorr, wo sein Regiment sehr bedeutend litt und sein Chef selbstfiel. Er erhielt dort eine Kugel unter dem Hirnschädel in den Kopf;dann verwundete ihm ein Prellschuß den Hals, und ein naher Schußverbrannte ihm das halbe Gesicht. Dennoch hielt er auf dem Schlacht-felde bis zum Siege aus. Nach seiner Wiederherstellung ernannteihn König Friedrich 11. am 10. März 1746 zum Obersten und gabihm ein Garnisonregiment, dessen Standlager in Ncustadt-Eberswaldcwar. Da er im Felde nicht mehr dienen konnte, er auch in Folge

') Dic meisten der v. Bogatzky'schcn Schriften sind dort noch vereinigt zn finden.2) König. Genealogische Sammlung.

2) Nach den Lchnsaktcn am 22. August d. I.

In demselben stand auch sein Bruder.