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Genealogische Geschichte des Geschlechts von Jeetze
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über 17 Jahre Oberst gewesen und nun schon 63 Jahre alt gewor-den, erhält er erst das Patent als Generalmajor, doch aberfrüh genug, nm sich noch längere Zeit unter Friedrich dem Großenals General auszuzeichnen.

Der Anlaß und die Geschichte der schleichen Kriege ist bekannt.Schon am 16. December 1740 rückte auch Joachim Christoph mitseinem Regiment in Schlesien ein und marschirte zunächst zur Be-lagerung von G log au. Dort bald abgelöst, wurde er mehr selbst-ständig zur Belagerung von Namslau entsandt, das er mit demdazu gehörigen festen Schlosse, ungeachtet sehr tapferer Gegenwehr,im Januar 1741 erstürmte. Dieß war sicher eine rühmliche Waffen-that, denn der König schenkte ihm dafür alles dort gewonnene Geschütznnd Seitengewehr.') Seinen religiösen Sinn bewies übrigens der Ge-neral v. Jeetze damals dadurch, daß er am Sonntag Nichts gegenjenes feste Schloß unternahm, während der feindliche Befehlshaberbeständig auf ihn feuern ließ, bis ihn endlich nur die Rücksicht ansdie Sicherheit der ihm anvertrauten Truppen zu einem, nun destonachdrücklicheren Feuer nöthigte. Am 11. März d. I. beauftragteihn der Feldmarschall von Schwerin sich des Passes von Znckmantel,südlich von Neiße, zu versichern. Wegen der Ueberzahl feindlicherKavallerie und bewaffneter Bergbewohner konnte er diesen Ort abererst am 15. März nehmen nnd den Strcifzug am 16. bis Johannis-berg und Hennersdorf ausdehnen,P In der Schlacht bei Mollwitz,Ist. April 1741, befehligte Joachim Christoph den linken Flügel desersten Treffens, dem es besonders zugeschrieben wird, daß die aus-gezeichnete feindliche Reiterei, welche schon den preußischen rechtenFlügel über den Hansen gerannt hatte, trotz ihres tapsern Angriffsmit blutiger Stirn zurückgewiesen ward. Durch dieselbe unerschütter-liche Ausdauer und gleichen Heldenmuth zeichnete er sich bei der nunfolgenden Eroberung von Brieg aus, so daß der König Friedrich II,ihn schon 5. Juni 1741 zum G e n er a l li eu ten a n t erhob, undihm bei einer Parade vor dem ganzen ausgerückten Treffen durchseinen ersten Generaladjntanten den schwarzen Adlerorden um-hängen ließ. Auch ernannte er ihn 21. August d. I. zum Amtshaupt-mann von Wolmirstädt und Wanzleben, womit ein jährliches Ein-

st Von diesem Geschenk stehen noch jetzt drei kleine Kanonen vor dem Gnts-hansc seines Urenkels, des Herrn Domherrn v. Levctzow, in Klöden, der sie dnrch seineUmsicht t8vt>t3 selbst vor den Händen der Franzosen zn retten gewußt hat.-) v. Schöning, die fünf ersten Jahre Friedrich des Großen. S. 47 fs.