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Genealogische Geschichte des Geschlechts von Jeetze
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10. Grassau. Grassau, ursprünglich Grassowe und Grazzowe,eine Meile östlich von Bismark, wird schon 1238 erwähnt.') AlsMarkgraf Ludwig 9. März 1344 zum Gedächtnis) seines Hofmeisters,des Ritters Heinrich v. Reischach, den St. Kathariueualtar im Domzu Stendal errichtete, begabt er ihn auch mit 9 Stücken und 18 Pfen-nigen jährl. Einkünfte in Grassow.-) Es hatte 1375 27'/- Hufen,von denen eine dem Pfarrer gehörte. ') Arnd Portz hatte mit seinenBrüdern 5' Stücke zu Lehen, das höchste Gericht und die Dienste.Arnd v Wnlzke wohnte hier, besaß 4 Hufen und mußte davon dem Chur-fürsten einen halben Dienst leisten. Auch Betekin Hidden bezog Ein-künfte. Ans Vinzkow erhielt der Pfarrer, wie noch jetzt, 6 Scheffel.HAls Henning, Heinrich und Tideke v. Wnlzke starben, wurden 8. No-vember 1430 Claus v. Wnlzke mit dem halben Hofe Henning v. Wulzke'sfür 27 Mark und 24. November d. I. die Brüder Hans und ArndHoddendorff mit 4 Stücken Geldes, 3 Sch. Roggen, 2'/? Sch. Hafern. s. w. für 30 Mark belehnt. Am 18. April 1435 erhält MartinKlötze, Bürger in Stendal 12 Sch. Roggen und 12 Sch. Gerste ansHans Schartow'S Hofe in Grassau als Mannlehen, und 6. Januar1437 Claus Hidden mit seinem Bruder Martin 4 Stücke Geldes.Dagegen empfing 4.Oct. 1436 Friedrich v. Jeetze(17) mit seinerGemahlin Cunne den Hof der obigen v. Wnlzke mit 4 Hufen und allemZubehör für 6V Mark und die Erlaubniß, 10 Mark an diesem Hofean redlichem und beweislichem Gebäu verbauen zu dürfen.") 1449erkauft derselbe auch den Hof des Greditz mit noch 4 Hufen. Nachdem Anfall des Claus Hiddenschen Lehns wurden 4. Januar 1465Arnd von Lüdcritz und Beteke von Wolbeck mit vier Stücken in Grassau

') Riedel, I., VI., 450.

') Riedel I., V., 03. Conrad v. Schmechten, Eoppckin Fintckow, Johann vonHolthusen und Dietrich von Schernckow hatten damals je 2 Hufen, Heinrich vonSchcrnekow und Amclnng je drei nnd Johann v. Natcrheidc 2'/z Hnfcn, von denenjede zn Michaelis 8 Schillinge, 2 Sch. Roggen, 2 Sch. Gerste nnd 4 Sch. Hafer,nnd auf Walpurgistag noch 8 Schillinge gab.

") Von je zwei Hufen gaben sie 3"/^ Stucke (Mispel), mit Ausnahme einerHufe, die 2'/z Stücke nnd 3 Sch. gab.

-9 Fidicin, Landbnch S. 222 nnd 208. Vivianz von Stendal besaß noch 7 Stücke,ein Altar in Stendal (f. o.) 8'ch Stücke, Henning Kcctz 4'/n, Otto Gropc 1'/? Stücke.Conrad v. Dcgnede 8 Sch. Roggen, 4 Sch. Gerste, 4 Sch. Hafer nnd 5 Schillinge.Dem Nicolaus v. Klodcn mußte die Mühle ein Viert Roggen geben.

") Riedel, I., VI., 485, 403, 40V, 407.