Neber die Abgaben, welche die v.Jeetze erhielten, und sonstigeGntsrechte st das Nähere in der Zusammenstellung bei Lorentz,(Nr. 118).
Während die Hauptvertreter sowohl der Hohcnwnlscher als auchder Poritzer Linie bis in die neueste Zeit in der Alt mark angesessenblieben, siedelte sich Carl Gottfried (197), ein Glied der ersteren, seitetwa 1700 zu Mansfeld bei Putlitz in der Priegnitz an,in dessen Pfandbesitz seine Familie bis etwa 1750 blieb, woraufsein Enkel HanS Carl Friedrich (257) das Gut Ruppersdorfbei Strehlen in Schlesien kurze Zeit inne hatte. Seitdemhält sich dieser Zweig, der einzige, welcher noch fortbliiht, meistin Schlesien auf, wo ein Sproß desselben Ludwig (277) in neusterZeit das Gut Ober Damm er bei Lüben erkauft hat, währendeine weitere Abzweigung mit Carl Wilhelm Albrecht (268) seit demUebergange der fränkischen Herzogtümer unter bayrische Herrschaftgekommen ist und dort nähmhafte Vertreter gefunden hat.
Das Besitzth um der v. Jeetze bestand in folgenden Gütern,die nach der Zeit, in der sie in v. Jeetzischer Hand erscheinen, ge-ordnet sind, wobei aber auch die sonstige Ortsgeschichte kurz mit be-rührt werden soll.
1) Jeetze. Zeetze, nrspünglich Geditz genannt und schon 1288unter diesem Namen erwähnt,') liegt auf der Straße von Calbe nachArendsee.H Es wird 1. Mai 1324 in dem Verkaufscontrakt derBrüder Hans und Heyneke von Kröcher unter den zu Haus Calbegehörigen Dörfern mit aufgeführt.") Doch haben jener Familiegewiß nur die voigteilichcn Rechte zugestanden, weil weder Zinsen nochPächte mitverkauft werden. Der Grund und Boden gehörte vielmehrden v. Jeetze, da schon 1329 wenigstens zwei Glieder dieses Geschlechtsals in Jeetze angesessen erscheinen. 1371 stehen diese unter dem nie-deren Adel des Calbe'schen Werders, in welchem Jeetze liegt, in ersterReihe; 1441 besitzen sie daselbst das ganze Gericht und mindestensdrei Höfe. H 1479 haben sie dort das Kirchlehen mit allen Gerichten
') Riedel I., VI., 460.
2) Es ist nicht mit einem Hanöverschen, an der Zeetze selbst gelegenen, DorfeZeetze oder Zeetze! zn verwechseln, das im Mittelalter nach dem Flusse Jezna hieß.(Beckmann Gesch. der Mark Brandenburg II. Zusätze S. 2S.)
2) Beckmann V., I., g, S. 57.
Die Quellen dieser und ähnlicher v. Jectzeschen Notizen sind in der unten fol-genden Geschichte genau citirt, auch wenn sie nicht ans schon gedruckten Werken ent-lehnt sind.