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Genealogische Geschichte des Geschlechts von Jeetze
Entstehung
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Ponitz, Hohenwulsch n. s. w. entstanden zwei große Hanptlinwn: diePo ritz er nnd die Ho h cn w u ls ch er, von denen jetzt nnr noch dieletztere im Mannsstamme fortblüht. Dazu kam eine unbedeutendeNebenlinie zu Zeetze, die aber nie an den Gesammtbclchnnngender v. Zeetze Antheil Patte, nnd zu der Familie v, Alvcnö lebenin einem in der nachfolgenden Geschichte dargelegten AsterlehnSverbandestand,

Erwähnenswerth ist aber, daß schon um das Jahr 1393 inThüringen eine adelige Familie dou Geze, auch Ghetze geschriebenauftritt, die zu den Vasallen der Grafen von Beichlingen gehörte. ')Leider sind trotz vielfältiger Bemühungen nur sogenannte Helmsiegelvon Gliedern dieses Geschlechts aufgefunden, besonders das von Ni-charduS de Gheze vom I. 1432; dieß zeigt aber die Fahnen ansdem Helm in derselben Form und Stellung swie auf den ältestenv. Jeetzeschen Siegeln, nnr daß ihrer vier, nicht drei sind, so daßman dadurch auf die Vermnthnng einer Familicnverwandtschaft geführtwird. 2)

Die Frage, ob die Familie nicht schon in alter Zeit eine Ab-zweigung nach Ostpreußen nnd von da nach der Lausitz gehabt,ist erst durch die neusten Forschungen aufgeworfen. Mit vielemScharfsinn hat Herr Provinzial-Archivar v. Mülverstedt zu Mag-deburg») den Beweis angetreten, daß die preußische Familiev. Götzen, deren Ahnherr sich HanS v.Gctz schrieb nnd etwa 1515inPreußen sich niederließ, von dem altmärkischcn Geschlecht herstamme.Gestützt wird diese Annahme hauptsächlich dadurch, daß eine rittcr-mäßige Familie dieses Namens nie vorher in Preußen erscheint,vielmehr damals alle Söldner des Ordens fast ohne Ausnahme fremdemAdel angehörten, daß Hans v. Getz ebenfalls mit dem Raubvogelfnße

>) Als Zeuge findet sich 1303 in einer Urkunde der Grafen von Beichlingenliiotmi lins äiotus (Zo^e inilos nnd 1324 in einer Urkunde der Stadt Wcißenscc IIe>n-rieus <Zo7.s inilos. (Niodolsen coäox IliurinZ. äipl. 23 und 3l.) Auch im Mag-deburger Provinzial-Archiv sind einige, diese thiiringcnschcn Gheze, besonders auch einenRichard v. G., erwähnende Urkunden ans den Jahren 14L3, 1443 nnd 1457 enthalten,leider aber auch nur mit Hclmsiegcln, die jedoch vier nach rechts nnd links hin flatterndeFähnlein zeigen.

") U-mguarNus nnd lotiannos v. Lore die 1233 nnd 1304 in Mecklenbur-gischen Urkunden erscheinen, haben siir die Familie v. Joche keine Bedeutung, daJohann v. Geze mit einer schräg links liegenden halben Lilie siegelt. (Lisch Mecklcnb.Jahrbücher XII., 325.

Preußische Provinzialblättcr 1855, S. 1. ss.