Druckschrift 
1 (1842) Bis zum Jahr 1255
Entstehung
Seite
191
Einzelbild herunterladen
 

— 191 -

von der Lahn, zwischen Weilburg und Hadamargelegen) eine Schenkung. In einer gemeinschaftlichmit seiner Gemahlin, Gräfin Mathilde, ausgestelltenUrkunde erläßt er demselben die Abgabe, die er alsVogt der Dörfer Hofen, Seelbach und Attenhausenzu fordern hatte, und verzichtet für sich und seineNachkommen gänzlich auf die Vogtei-Gebühren vonden dortigen Besitzungen des Klosters. Er fügt nurdie Bedingung hinzu, daß zu seinem, seiner Gemahlinund seiner Eltern Seelenheil in der Kirche vonBesselich jährlich ein Seelenamt gehalten werde.Als Zeugen werden in dieser Urkunde genannt: Die-trich, Abt von Arnstein; Arnold, Prior von Besse-lich; Egenolf und sein Bruder Sifried vom Stein;(vgl. S. 139 Note") Heinrich Süß und sein SohnWerner; Heinrich Mancelard und sein Sohn Hein-rich; Hermann der Englische und sein Bruder EgenolfMäuslein; Albert von Seelbach; Egenolf und seinBruder Rorich; Arnold von Miehlen.

Im Jahr 1236 ward der eben genannte RitterHeinrich Mancelard, einer der Burgmannen desGrafen Heinrich auf der Burg zu Nassau, durchdie Vermittlung des Grafen und des AbtsDietrich von Arnstein vom Bann losgesprochen.Er hatte ein Vermächtniß seines OheimS an dieKirche zu Limburg, wo dieser Kanonikus gewesen,angefochten, und da er bei seinem „insolenten undbeleidigenden" Benehmen beharrte, und „keine Ver-nunft annehmen wollte", so hatten ihn die Nichterdes Mainzer Stuhls aus Apostolischer Machtvoll-kommenheit in den Bann gethan. Bevor dieser

... . i