selben Abend ließ sie das Paar die unauflöslicheVerbindung schließen. Als Pfalzgraf Conrad heim-kehrte, trat ihm die Pfalzgräfin freundlicher noch alsgewöhnlich entgegen, nahm ihm schmeichelnd Schwertund Mantel ab, erzählte ihm, sie habe einenedlen Falken eingefangcn, führte ihn in ein Gemach,wo Heinrich und Agnes saßen und Schach spiel-ten "). Der Pfalzgraf schwieg eine Weile, sprachdann: „Ich muß meine Einwilligung geben, da eseinmal geschehen ist." Der Kaiser war sehr er-zürnt, als er die Vermählung der HohcnstaufischenErbin erfuhr; der Pfalzgraf mußte ihm schwören,daß es ohne sein Wissen und Willen geschehen.
Mit diesem Pfalzgrafen Conrad war Graf Wal-ram von Nassau einige Jahre vorher"") inCoblenz. Es war noch von Graf Robert demStreitbaren, den wir schon früher (S. 67) als Vogtvon Coblenz haben auftreten sehen, angeordnet worden,daß dieGütcr, die das Cistcrcienser-KlostcrHimme-rode, (in der Eifel, in der Gegend von Mauder-scheid gelegen,) im Vogtei-Bezirk von Coblenz hatte,von allen Abgaben, die er als Vogt zu fordern be-rechtigt war, befreit werden sollten. Später, nachGraf Robert's Tod, kam sein Sohn Graf Her-mann und sein Vetter Graf Walram mit dem
H Se spelden schaktabel. Kronika fan Sassen 143.**) In welchem Jahre, ist ungewiß. In der Urkunde beiGünther II. 500 ist Pfalzgraf Conrad unter den Zeu-gen; sie ist also vor dem 8. Nov. 1105 (dem TodestagConrad's) ausgestellt.