Druckschrift 
1 (1842) Bis zum Jahr 1255
Entstehung
Seite
120
Einzelbild herunterladen
 

— 120 —

andern Seite, um eben so den- Grafen sicher zuzu stellen, geloben ihm zehn von des Bischofs Dicnst-mannen dasselbe, nämlich Syfried, Erlewin, Gernod,Conrad der rothe, Welfried, Otto und Conrad,Gottfried von Stockheim, Adclher von Worms,Bertolf von Dirmstein. Diese werden eben so sicher !nach Nassau kommen und ohne die Erlaubniß desGrafen nicht von da wegreiten, wenn der Bischofvon dem oben Angeführten irgend etwas verletztund, vom Grafen crmahnt, binnen zwei Monatenihn nicht zufrieden stellt.

Die ganze Verhandlung und Einigung bestätigt derKaiser mit seiner kaiserlichen Autorität und läßtdarüber unter seinem Siegel Urkunde ausstellen.

Nur drei von den eben angeführten Vasallendes Grafen Walram haben einen Zunamen voneiner Burg, und es ist doch nicht zu bezweifeln, daßes Ritter sind, da sie (vor dem Kaiser und demBischof) für ihn als Bürgen auftreten. „Der Freiehat ein Geschlecht, der Unfreie keines, aber nur dieEdcln pflegten auf Stamm und Folge der Vorfah-ren zu achten, unter ihnen bloß die Edelsten einenFamiliennamen zu führen. Dem Freien, meist auchdem Edeln genügte in ältester Zeit sein Eigenname;daringlichen sie beide dem Knecht. Durch die zahl- !lose Menge altdeutscher Eigennamen war aller Ver-wirrung vorgebeugt; wann der Adel anfing, gewisseVornamen für einzelne Familien fester zu halten, !

*) Es sind ihrer elf, also ist einer zu viel. Die oben fol-gende Stelle ist aus Grimm, Altcrth. 34l.