hier beschlossen ward, verletzte die Italiener. Auchder Papst brach setzt mit ihm, und blieb unversöhntbis an sein Ende. Nun der Kaiser mit der Kircheim Kampf war, athmcte alles, was in Italien nachFreiheit dürstete, Wiederaus. Als seine Abgesandten,Erzbischof Ncinold von Köln und Pfalzgraf Otto,nach Mailand kamen, die vom Kaiser ernanntenPodestü einzusetzen, sammelte sich das empörte Volkvor ihrer Wohnung; Steine flogen durch die Fen-ster; der Pfalzgraf, noch in der Nacht, Ncinold,am andern Morgen, entflohen heimlich aus derStadt, glücklich, noch mit dem Leben davonzukom-men *). Also war wieder Krieg zwischen Mailandund dem Kaiser. Unterdeß starb Hadrian IV. DieGegner des Kaisers schaarten sich um Pabst Alexan-der Hl., seine Anhänger wählten Victor IV. Erstim Frühjahr 116l, nachdem Verstärkung aus Deutsch-land gekommen, führte Friedrich sein Heer in dasGebiet von Mailand. Beinahe ein Jahr langhielt sich die Stadt. Im März 1162 zog der Kaiserin ihre Mauern und ließ sie zerstören
*) So handeln an Gesandten nicht Barbaren, ruft Rade-wich aus, der Geschichtschreiber dieser Begebenheiten (B>2. K. 2l).
") Der Kaiser schenkte hier dem Erzbischof Reinald dieGebeine der h. drei Könige. Otto äv 8. IZIasio -rä an.1162. Italienische Historiker behaupten, sie seien niein Mailand gewesen. Ich weiß nicht, ob sie die Ueber-bringung derselben nach Köln einem Jrrthum oder einerabsichtlichen Tauschung Erzbischof Neinold's zuschreiben.Vgl. Muratori, ^.nnaU ä'ltaUn, beim Jahr 1262.