M gleichen Wappen ist schon seit Anfang des13. Jahrhunderts eine entscheidende Bedeutungals Kennzeichen der Zugehörigkeit zu dem-selben Geschlechte beizulegen. Ebenso lie-fert der Titel: Miles, Ritter, einen festenAnhalt für die soziale Standesstellung desTrägers. Beide Attribute bedürfen wohl, in An-wendung auf die de Croninberc, einiger Erläuterung.Der Reiterdienst war für das ganze Reich unter densächsischen Kaisern um das Jahr 1000 ausgebildet, nicht aber zuersteingeführt. Schon nach den Annales fuldenses (891) war bei denFranken der Kampf zu Fuss nicht mehr gebräuchlich; sie zeigten sichdarin schwerfällig und unbehülflich. Und in demselben Jahrhundert singtder Mönch Ottfried das „Lob der Franken" und vom Frankenkönige:
„Nicht sind, die ihm auch schadenSolang als Franken ihn wehren,
Die kühn seiner warten,
Dass sie ihn umreiten."
Der Dienst zu Ross hatte die alten Hoch- und Mittelfreien, die„Schöppenbarfreyen," mit den begüterten Ministerialen, den Dienst-leuten die in eigener Rüstung und mit mindestens einem Diener zuPferde ausrückten, in einen Heerschild, in eine neue Genossenschaftverschmolzen. Ihr Zweck und Vorzug war: der Reichsheeresdienst,die Lehnsfähigkeit, die Ritterwürde. Diese Reitermassen entwickeltenaus sich in den Kreuzzügen verschiedene Orden. Gottfried von Bouillonführte (1096 1099) 100,000 Reiter, darunter 40,000 Milites. Davonblieben die ärmeren Freien ausgeschlossen, die zu Fusse dienten. Die
VIII. Reiterdienst und Ritterwürde.