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Frenzwein Hunschwein. Der Alünstein.
sie ihm, für 4 Mark Heller kölnisch, in Erbpacht zurück. Die nochbekannten Lagen sind: „über Buttendal," „Wegelange im Buttendal"(Bodenthal); „bei paphenkaderecke" (pfaffenkaderich).
2. Im Jahre 1278 kauft das Domkapitel zu Mainz, zusammen mitdem Scholastico Eberwino de Cronenberc, von Konrad von Waldeckeine jährliche Gülte von 4 Fudern (16 Ohm) „franci vini" zu Heimbach(Lorch gegenüber), für 110 Mark kölnische Heller Kapitalwert.
Das ganze Mittelalter unterscheidet: „francischen und hunnischenWein." Worin der Unterschied bestand? — wurde lange lebhaft bestritten.Ersterer Wein hatte den doppelten Preis. Höchst wahrscheinlich warvinum francicum: Rotwein. Dieser ist zweifellos damals gebaut worden;er wurde höher geschätzt als der weisse; fast niemals wird er „vinumrubrum" genannt. Die jetzige hochedle weisse Riesslingtraube wardamals noch unbekannt. „Frenzwein - Hunschwein." Letzterer warwohl einfach mundartlich: der heimische, hiesige Wein; der rote einefranzösische Traube. In Sachsen hiess der Kotczberger (aus Kötschen-broda bei Meissen): „Ihenische (einheimischer) wayn," gegen „Francken-wyn" und „Elsessir." Die heutzutage, durch die Weisheit unsererGesetzgebung und die Fortschritte der Chemie, am Rhein und anderswovollständig unterdrückten Weinfälschungen wurden damals in folgendem,immer noch empfehlenswertem Verfahren auf ihre Schädlichkeit ge-prüft. Vor dem Oberhofe zu Ingelheim: „Herr Clas Thies von Cube(Caub) hait gefragt: iz were ein Frauwe by In zu Cube, die hette einenAlünstein in ein halb Fuder Wins gehangen . . . „die Kaufflude" fandenden stein und „wudden des wines darumb nit keuffen . . . und ist diefrawe darumb gefangen; und begehrt an eyne Urteil: obe die frauweden Lip (Leib) verwocht habe oder nit?" Dez ist gewiset: „man solledenselben Stein nemen, und den schaben in dezselben Wins ein Classfol, und der frauwin drincken geben; . . . bekomet ir der Drang dawoll ... so hat sie darumb nit virbrochen ; ist er ir aber schedelick,so neme sie den Schaden."
3. Durch Urkunde aus Mainz vom 28. Juni 1283 stiftet sich Eberwineine Memorie im Kloster Bleidenstadt bei Bad Schwalbach, in der Weise:dass er von Dritten eine jährliche Lieferung zu 30 Malter Roggenfür 40 Mark Aachener Heller kauft. Nach seinem Tode soll diesesKorn an gewissen Gedächtnistagen unter solche Klosterbrüder ver-