Gleiche Vornamen der Eschborne und Kronberge.
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dahin völlig unbekanntes Reichsministerialengeschlecht: die von Cronin-bergc, Kroninbergc, Cronenberg, Cronberg, Kronberg.
Sie sind Reichslehnsträger und Bewohner einer Burg auf einemmächtigen Serezitfelsen, der steil aus der südwärts geneigten Ebeneam Fusse des Altkunings emporragt. Sie haben alsbald auch den Besitzder Eschborne in Eschborn selbst inne.
Es ist jetzt die Frage zu lösen:
Waren die Eschborne und die Kronberge ein und dasselbe Geschlecht?
Zunächst sind die Vornamen zu betrachten, die völlig gleich-lautend und gleichzeitig neben beiden Familiennamen auftreten. Esbildet das eine für die damalige Zeit sehr beachtenswerte Anzeigeder Geschlechtseinheit. Die Gleichzeitigkeit der gleichen Vornamenvon Elartmut und Otto Eschborn (1239) mit Hartmut und Otto Kronberg(1230, 1242), endlich von Petrus Eschborn (1254) mit Petrus Kronberg(1255) ist auffallend. Allein aus ihr erwächst doch nur eine Wahr-scheinlichkeit dafür: dass diese Eschborne mit der Gründung des neuenWohnsitzes, der damaligen Sitte gemäss, dessen Bezeichnung als — nochflüssigen Heimatsnamen angenommen haben: de = aus Kronberg.Es ist ferner höchst wahrscheinlich: dass die jüngere Linie der Esch-borne zwischen 1220 und 1230 diesen neuen Sitz gründete, dass dieältere um 1250 den Vettern dorthin folgte; sowie: dass dieser Grundund Boden beiden gemeinsam gehörte, dass beide dort eine Ganerb-schaft (Gemeinerbschaft) bildeten oder die in Eschborn bestandenefortsetzten; zumal fortan das Gebiet auch um den neuen Wohnsitz ge-meinsames Reichslehn ist. Ueberhaupt tritt der feste, unwandelbareund höchst persönliche Geschlechtsname beim niederen Adel kaum vorder ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts allgemein auf.