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Chronik der Familie Weyersberg zu Solingen
Entstehung
Seite
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Welche Ausdehnung die Handelsbeziehungen Peter Weyersberg's genommen hatten, wird durchein aus den Jahren 1782/84 herrührendes Verzeichniss eingegangener Gelder und ausstehender Forderungenveranschaulicht. Dasselbe nennt Kunden in Cassel, Oldenburg, Coblenz, Mainz, Frankfurt a. M., Darmstadt,Mannheim, Landau, Karlsruhe i. B., Heilbronn, Stuttgart, Ansbach, Fürth, Nürnberg, Bayreuth, Schweinfurt,Würzburg, Regensburg, Pappenheim, Augsburg, Lindau, St. Gallen, Basel, Zürich, Genf, Strassburg i. F.,Nancy, Besangon, Lyon, Marseille, Turin, Neapel, Cadix, Lissabon, Cracau und St. Petersburg! DasHauptgeschäft scheint auf den Messen zu Frankfurt a. M., vergl. S. 10, gemacht worden zu sein, an welchemPlatze Peter ein ständiges Waffenlager unterhielt.

Nach Peter's Hinscheiden im Jahre 1782 wurden laut letztwilliger Bestimmung seine Söhne JohannWilhelm, geb. 1750, Peter, geb. 1766, und Johann Ludwig, geb. 1770, vergl. S. 15 und 17, Erben desväterlichen Geschäftes wie der zugehörigen Handelszeichen,*) jedoch mussten für die letzteren die minder-jährigen Töchter des 1777 verstorbenen ältesten Sohnes Clemens Hermann, vergl. S. 14, mit einemViertel des zu Rthr. 400 veranschlagten Gesammtwerthes der Zeichen entschädigt werden.

In Anbetracht der Minderjährigkeit von Peter und Johann Ludwig übernahm Johann Wilhelmzunächst allein die Leitung des Geschäfts, vergl. S. 10, um sich später mit seinen jüngeren Brüdern, alsdiese ein entsprechendes Alter erreicht hatten, in dieselbe zu theilen, worauf die Handlung unter der Firma„Gebrüder Weyersberg" weitergeführt wurde.

Zur Veranschaulichung der damaligen Verhältnisse und Gebräuche möge die Wiedergabe einer vonJoh. Wilhelm herrührenden Aufstellung der Begräbnisskosten seines Vaters gestattet sein:

Begräbniss - Auslagen.

1782 Januar 22. An die 3 Herren Prediger hieselbst, jedem 4 Nthlr

Dem Pilghauser Schulmeister

Dem Stadtschulmeister

Dem Küster

Den Armen

Dem Todtengräber

Demselben für den Grabstein zu hauen

Peter van Eick, für den Sarg .

Für das Todtenkleid nebst Zubehör an Herrn Ovenius

Der Wittib Krebs für Verfertigung des Todtenkleides und meinen

seligen Vater in den Sarg zu legen

Für 13 Paar Handschuhe und ebensoviele Citronen für die Träger

und Schulmeister

Zwölf Träger, jedem V 2 Nthlr

Der Frau Schaaberg für Bewirthung der Träger

Der Frau Jordan in Solingen für Studten, Britzein, Plätze und SerDem Boten, der den Elberfelder Freunden den Todesfall bekannt

gemacht

Denen Mägden für Extra-Aufwartung

Denen 3 Knechten desgleichen

Rthr. Stbr. Heller

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Rthr. 162

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*) Ein Ehevertrag aus dem Jahre 1705 führt als Handelszeichen auf: den „Hünnern Kopf", das „Doppelte Hertz", vergl. S. 10,und das „Siegen'sche wapen". Hierzu kommt ferner der 1774 von Peter Weyersberg erworbene „Künigs-Kopff".

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