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Rotcrmundt deß Edlen, Gestrengen vnd EhrcnvcstcnGodtsloff Rotermnnds, Herzl. Pvmmcrschen Nhattsvnd Hanptmanns vff Frantzbnrgk, zur Engelswacht Erbses-sen, frcnndtligen lieben Tochter, versä'icnener Zeit ehcligc bliebevnd Zuneigung gewonnen, vnd anff roth seiner zugethane»Frenndtset'tissr solch sein christlich Vorhabe» an vorgenielrcnHrn. Hauptman durch Mirtelspersohncn gelanget, anebselbst in der Pcrsohn darnach angehalten, daß Ihme ge-dachte Inngfraw Ilse Rvrcrninndt z» cincin Ehegemahlversprochen vnd zugesaget werden möchte! daß demnachcrwehnter Hr. Hanptmann gedachtem HanS Krassowenin anregnng seines ehrligen vnd Adligen Standes, Her-kommens vnd guten Verhaltens anssein freund ichcS suchen, pittc»vnd anhalten, vorgemelte seine freundliche liebe Tochter Ilse R o-termnnds mit Ihrer selbst eigenen bcwillignng zum Ebe-gcmabl christlich versprochen vnd zugesaget. Solche cheligeVersprechung, Zusage vnd Verheiralhnng auch gedachterHans Krassow zu danknchmcnden Willen vnd gefallenfreundlich anff- vnd angenommen, vnd hingegen verbeißen, an-gelobet vnd sich verpflichtet, erwchntc vieltngcndsahme Inng-fraw Ilsa Rotcrmundt vor seine hertzliebc Verlobte vndkünfftigcs Ehegemahl Zeit seines Lebens zu ehren vnd zuhalten, ibr auch alle ehcligc Liebe, trewe vnd Frenndschaffrzu beweisen, vnd solche ehcligc Zusage förderlichster gelcgcn-heit init dem Christlichen Kirchgange, eheligcn Vertrannngvnd beylagcr wirklich zu vollenzichcn.
So haben sich auch der Vrant Vater, gedachter Hr.Hanptmann Godtsloff Notermnndt, vnd der Hr.Vräntigamb Hans Krassow der Mittgifft vnd gegenVermachnng halber mit einander freundlich verglichen folgender gestalt.-
Erstlig wil der Hr. Hanptmann Godtsloff Roter-mnndt dem Hrn. Vräntigamb Hans Krassowen zudesto leichter crtragnng der Bürden des Ehestandes DrcvTansendt vnd Zivevhnndcrt gülden zu Ehegclde nachfolgen-der gestalt- Als ncmblig nach gehaltener und vollcnzogencrHochzeit, wan man schreiben wirbt Ein Tausend Sechs hun-dert vnd Ein, vff den VnibscblagS Anthony Zwey tansendtgülden z darnach daß folgende Jahr anff den VmbschlagAnthony Ein Tansendt Zwei hundert gülden, entrichten.Ihm auch zu crstattnnge der Hochzeit Unkosten Acht hundertgülden für derselben erlegen, vnd sonsten seiner Tochteran golde an den Halß, daß es Sechshundert gülden anMüntze anßtragct, vnd ferner zu Ihrem schmuck vnd Klci-
u. .Itrassowsch« Trsch. Urk.»B.
dcrn Ihres; gcfallcnS zu zeugen, Tansendt Thaler, vnddarbcncbe» an Kisten vnd Kastengcräthe so viel mitgeben,daß Sie den dreyen ausgesteuerten Schwestern, Gödtke vonder Osten, Jvchim Stralcndorffs vnd Jacob Mörders Hauß-fiaw'cn in dem gleich sei, und ihrem stände vnd herkommennach damit zu ehren bestehen kann. Vnd soll solches allesin ein ordcntlig Inventarium gebracht, dasselbe auch vonder Brandt und Ihrem lieben Vräntigamb gesiegelt vndvntcrschrieben worden. Vnd bleiben Ihr vbcr das die vä-terlige, mnttcrlige, brüdcrlige, scbwestcrlige vnd andere fcllewie sich dieselben nach dem Willen Gottes begeben möch-ten, so viel Sie dazu berechtiget, frey vnd vnbenommcn.Gegen angeregte Mitgifft hat der Herr Vränttigamb HausKrassow vcrwilliget vnd angelobet, daß ehr seiner vicltn-gcndsalnnen Brandt vnd künfftigen Ehegemahl Zwey hun-dert Croncn zur Mvrgengabc geben vnd entrichten will, vnddann Ein Tausend Sechshundert gülden bessernng anff denFall ehr vor Ihr mit todc abgchn würde, nebst den dreyenZausend und Zweihundert gülden Ehegclde anß seinen Lehnvnd gnctcrn sollen erlegt werden, dieselbe crblig vnd eigen-thnmblig zu haben vnd zu behalten.
So gebühret ihr auch dancbenst, wenn Sie ZhrcSlieben VränttigambS todt crlcbetc, vermöge der PvmmcrschenAdeligen Privilegien vnd üblichen Lnndcsgebranch das gna-den Jahr; trafst welches Sie alle und jede srüchtc vndabnntznngen des gnaden Jahrs, von der stund an zu rech-nen, darin Ihr lieber Vränttigamb und künsftigcr Ehcgcnvß,Gott wolle cS gncdiglig lange verhnetcn, tvdts verfahrenmöchte, von den Lehngnctcrn vnd fahrnnß an stehenden geldevnd Kornhebnng, Gctreidich, weichen Holtznngcn, Vichezucht,Achaffen, Schweinen, Fischercvcn, Geusen vnd Hncncrn, wiees nahmen haben mag, imgleicben crblig vnd cigcnthümb-lig sb ehält); vnd hatH ans Kr nssvw hierbei vermeldet vnd an-gezeiget, daß solche abnutznng des gnaden Jahrs zum we-nigsten Zwcvtansendt Thaler auftragen kontc; hat sich auchdarbcncbe» vnd Krasfc dieses bei seinen adelig Ehren, trewvnd guten glauben verpflichtet, wofern sein tngendreichcSEhegemahl die abnntznnge des gnaden Jahrs vff Zwei Tau-send Thaler nickt würde genießen, daß Ihr der Mangel vonseiner übrigen Erb- vnd bahrschafft soltc erstattet vnd er-füllet werden. Da Sie aber das gnaden Jahr höher alsZwey Tausend Thaler würde nützen, bleibt Ihr die Vbcr-> maße auch billigk.
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