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2 (1853) Urkundenbuch
Entstehung
Seite
333
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SS»

gewordene Regiment Cavallcric, so in Braband stand, offe-riren ließen, falls Er in dcro Diensten bleiben wollte. Alleinals der Hertzog von Meklenburg Ihm nickt diniittiren wollte,so machte derselbe Ihn zn dem Ende ^i,»o 1707 znmGeneral-Major und Chcs aller seiner Tronppcn, wie Er dannanch das folgende Jahr das, nach des Obristen v o n UfselnTode vacantc nnd in Holländisckcn Sold bey der Armee inBraband stehendes Meklenburgischcs Infanterie-Regiment, mirder Herrn General Staten Cvnfirmation erhielte. Wäh-render solcher Zeit ist Er von dem Hertzoge zn 4 mahlenam Königl. Preußischen und einmahl am Churfürst!. Han-nvvcrscken Hoffe in wichtigen Commissionen, die Er auch zuseines Herrn Vergnügen auszurichten das Glück gcbabt, ver-sandt gewesen. Nach jetztgedachtcn Herzogs tödtlichcn Hin-tritt waid Er von dessen Successore, dem Hertzog CarlLeopold, zum Chef der Meklcuburgischcn Trouppeu confir-mirct, und überdcm zum Geheimcn-R'aht nnd Presidenten imKriegs-Commissariat nnd Licent-Cvllcgio bestellet, in welckc»Chargen Er bis /Vnuo 1717 gestanden, da Er auf seinGesuch die Erlassuug aus dessen Diensten erhielt nnd sichnacb Pommern auf seine Gühter begab. ^Xiuro 1721 leg-ten Unsers höckstsccl. Herrn Vaters Durchlaucht und Gna-den Ihm an feinen) jährlichen Gehalt von !2<>l) Rthlr. (zn).Da es Uns nun zn gnädigem Wohlgefallen gereichet, wannunsere getreue Unterthanen Gelegenheit finden sich in frem-der Herrn Dienste zn rlistinAiiii'oii, dabei aber zugleichdiejenige Treue, womit sie Uns und der Chronc verbundensind, unverletzt beibehalten; also haben Wir nickt allein imJahr 1725 demselben znm General-Lieutenant verordnet,sondern wir wollen auch nmb demselben noch fernere Merk-mahlen Unserer Königl. Gewogenheit widerfahren zn lassen, hie-mit nnd kraft dieses Unseres offenen Briefes, Ihn, den Gencral-Licntcnant von Krassow, dessen Ehefrau, anch eckten Lei-bes nnd Brust-Erben, Männlichen nnd Weiblichen Geschlechts,Erben nack Erben, in dem Freyherr lieben Stand gnä-digst erheben, nnd denselben nnd Ihnen alle die diesemStande zugehörige Privilegien nnd Vortheile zukommen las-sen! Wobey dann Er nnd Sie folgendes Wappen zn ge-brauchen haben, ncniblicln Ein in vieren Feldern vertheilte!Sckild, in dessen Mitte das alte Adelichc Krassow sehe Stamm-Wappen zn finden, welches in einem der Länge nach inzweyen gleichen Theilen vertheilten Schild bestehet. DasFeld zur rechten ist von Silber, worinncn ein halb schwarzerOrcn-Kopf zn sehen, welcher sich nach dem linken Feld hin

lehnet, welches letztere Feld ist schwarz, worüber ein güldenerBalken zwischen achtzehn Güldenen Kleber-Blättern liegt.Das erste Feld aber des Freyherrlichen WapcnS an sich selbstist blauer Farbe, worinncn ein güldener Löwe, über dessenKopf ein ebenfalls güldener Stern leuchtet. Das andereFeld ist von Gold, in welchem zweie Fahnen nnd eben soviele krcntzweiß gcstellcte Estaudartcn zn finden, und ist dierechte roth nnd die linke silbern, von denen Estaudartcn aberist der zur rechten von Silber nnd der linke blau. Dasdritte Feld ist ebenfalls von Gold mit einem rvhtcn crenel-lirtcn Thurm. Das vierte Feld ist blauer Farbe, worinncnein silberner Einhorn zn sehen. Oben auf dem Schilde ste-hen zwey offene Tvrnicrc-Helme, welche eine FrcyherrlicheChrone zwischen sich haben, nnd ist überdem eine solcheChrone anff einem jeden Helm zn sehen. Ueber die Chroneanff dem reckten Helm ist ein Pfancn-Schwantz mit einemvergoldeten Handgreifs, zwischen zweien blauen Sicheln, de-ren jeder mit Pfancn-Federn ansgezichrct ist. Aus der überdem Helm zur Linken seyenden Chrone steiget das obereTheil von einem Güldenen Löwen heranff, welcher mit demreckten blauen eine Frcyherrliche Chronc nnd mit der Linkendrey schwache Pfeilen hält. Das Laubwerk ist von Gold,Silber, ancb Blauer, Nohter und Schwarzer Farbe und dasWapcn wird von zweyen weißen Pferden «»^zroit!, et, allesans Ahrt nnd Weise, wie crwehntcs Wapen mit dessen ei-gentlichen Farben allster abgemahlet zu finden ist.

Welches Wapcn Er nnd Sie in allen Begebenheiten,Zusammenkünften und Handlungen nach Nokhdnrft wollennnd belieben, sollen nnd mögen führen nnd gebrauchen, nnddabenebst zu ewigen Zeiten nutzen, gebrauchen und behaltenalle die Freyheiten, Vortzüge und Herrlichkeiten, welche an-dere Freyherren in unserm Reiche gegeben nnd vergönnt sind,doch so weit solche Vorzüge und Gerechtigkeiten weder UnsereKönigl. Rechte rühren, noch Unsere nnd der Cron-Einkünssteverringern, oder denen Königl. Satzungen, Verordnungennnd Ncichs-Tags Schlüssen zuwider lanffcn, denn in solchemFall müssen dieselben weder für diejenigen Frcybcrrn, so vondenen vormahligen Königen in Schweden, noch für, so be-reits von Unß in den Freyherrn-Stand gcsctzct sind oderkünfftig darin crboben werden können, gelten. Da anch dieSchwedischen Gesetze nicht verstatten, weder des Reichs Zn-stand leidet einige von Unsern und der Cron-Gütcr zn einer