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Erbamt des Kochs, etwa am Hofe der Fürsten von Rügen,zusammenhängt; eine Hypothese für die indeß nur die Wahr-scheinlichkeit zn sprechen scheint; ist dieselbe aber richtig, sodürste der halbe Stierkopf im Wappen des Geschlechts diesemErbamt gleichfalls seinen Ursprung verdanken, dessen Emblemeben ein ganzer Ochse, oder Ochsenkopf war '). Es ist mög-lich, daß die bereits in den ältesten Siegeln vorkommendenKleeblätter und die Sicheln auf dem Helm hiermit gleich-falls in Verbindung stehen. — Wenn diese Vcrmntbungcnsämmtlich falsch, so dürfte das Krassowscbe aus 2 Wappenentstanden sein, die, wie cS der Brauch im Mittclalter, hal-birt und zusammengeschoben worden, wozu Hcirath oder Erb-schaft wohl die Veranlassung zn sein pflegten. GeschichtlicheKunde fehlt hierüber, und dagegen spricht der Helmsckmnck,der meiner Meinung nach nicht aus zwei Wappen combinirt ist.— Ueber die Bedeutung der einzelnen Figuren im frciherr-
1) Joh. Friedr. Dannell hat in seiner Geschichte der von derSchulenburg, Salzwcdcl, I. D. Schmidt 1847, S. ZI — 34, wiees mir scheint mit Glück, den Ochsen im Schulenburgschcn Wappenvon dem vom Geschlecht bekleideten Erbknchenmeister-Amt hergeleitet.
liehen Wappen dcS Krassowschen Geschlechts sind wir besserunterrichtet; es waren Erinnerungszeichen an das Leben undan die Thaten des ersten Freiherr» von Krassow, des Ge-nerals Ernst Detlof (s. oben Seite 53) Nachdem sein BruderAdam Philipp svätcr, als er in den Freihcrrn-Stand erho-ben ward, behielt er sie bei, und sie sind in neuester Zeit indas gräfliche Wappen des Geschlechts übergegangen.
Abbildungen des Krassowschen Wappens finde» sich ansder Lnbinschen Charte von Pommern (aus der Zeit von 1613— 18), ans der nach dieser gefertigten Charte von Rügenin dem großen At as von Wilhelm Blacnw, in dem Schwe-dischen Wappenbuche, in dem „Lericon over adelige familieri Danmark, Norge og Hcrtngdommcne" im 3ten Heft desIsten Bandes S. 3l1I und Tab. I-IV. iV<>. 152. '), undans des »r. v. Hagenvw's großer Charte von Rügen.
I) Im Text heißt es! „Af kenne Pommerske Familie war BerndtKrassowe 1388 i Guds Legeins Lang i Lolland." Weiter nachzuwei-sen vermag ich diesen Berndt Kr. nicht.