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Forts. u. Schluß (1850)
Entstehung
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allmälig vcn Charakter eines Lehens und wurde zu gewöhnlichem Privateigenthum. Der Name derMancsse aber blieb noch lange an jenen Grundstücken im Harde hasten, welche sie einst besessen; die Grenz-bcschreibung der Vogtey Altstätten'^), bis an deren Märchen sich das Manessische Gut erstreckt hatte, sprichtnoch im Jahr 1553 vondes Manesscn Hard" und Gygerö Karte und Marchcnbeschrcibung vom Jahr1664 zeigt noch diese Benennung.

Fast eben so ungewiß als die Geschichte über den Ursprung und Erbauer der Hard-Brücke und - Burg läßtuns der gegenwärtige Anblick des Thurms und seiner Umgebung über die einstige Gestalt und den Umfangdes gesummten Bauwerkes, das hier gestanden hat. Zwar ist noch zu erkennen, daß ein Graben, den ohneZweifel die Limmat ausfüllte, den Thurm in einiger Entfernung von seinem Fuße umgab, und die Spurendes Walls, der den Graben landeinwärts begrenzte, sind noch theilweise sichtbar. Auch deuten Schutt undMauerwcrk, auf die man unter der Oberfläche dieses Walles stoßen soll, auf Umfassungsmauern und Thorhin, welche das Ganze eine eigentlicheWasserburg" umschlossen. Allein erst eine tiefergehcndcUntersuchung könnte hierüber, sowie über die Stelle der einstigen Brücke (deren Landvcstc nach der Aussageeines frühern Besitzers unter dem jetzigen Garten liegen soll) genauen Aufschluß geben. Nur der Thurmselbst ist noch zum Theile seiner ursprünglichen Anlage nach erhalten und liefert ein merkwürdiges Beispielder ältesten und einfachsten Bauart einer solchen Feste. Seine Grundform ist quadratisch, die Außenseite desVierecks mißt sechsuuddrcißig Fuß. Die Mauern, unten eilf, in einer Höhe von fünfundzwanzig noch bei-nahe neun Fuß dick, bestehen aus gewaltigen unbehauenen Felsblöcken, Fündlinge, die wahrscheinlich von dennahen Hügeln des rechten Limmatufers zusammengelesen sind.Bis aus die angegebene Höhe (an einigenStellen bis auf dreißig Fuß und mehr) sind die Mauern unverändert erhalten und so zu sagen ohne alle Ocffnung.Auf dieser Höhe, westwärts (landeinwärts), befindet sich der Eingang in den Thurm; noch heute führt der-selbe zu dem Wohngemache, das in letzterm angebracht ist. Aber statt der Leiter oder leichten Treppe, aufder man ehemals hinauf stieg und die im Vertheidigungsfalle aufgezogen wurde, führt nun eine feste Treppedurch ein am Thurme angebautes Treppenhaus zum Eingange hinauf. Auch das Wohngemach, sowie der darüberliegende Söller und die Bedachung des Thurmes tragen längst nicht mehr die ursprüngliche Gestalt; nur einFcnstcrchcn auf der Nordseite (limmatabwärtS gerichtet) hat sich der Hauptsache nach in alter Form erhalten. 's°)Beinahe völlig unverändert ist hingegen der untere Theil oder das Verließ des Thurms, über welchem derWvhnboden liegt. ES ist dieser Raum von dem obern durch ein Tonnengewölbe aus Tusstein getrennt, dasgleichzeitig mit der Thurmmauer aufgeführt wurde. Der durchbrochene Schlußstein des Gewölbes bildet denEingang, durch welchen man in daS Verließ hinuntcrstcigt; ein kleines Loch von wenig Zoll Höhe und

schlagen iit, steht mit schönen Uncialbuchstaben eingeschnitten: ^otuu. iitlngl.. 88 l'beol. »oelor. Usstor. Lanon. LcelesisrumIllgurmarum ^Mistes. >692.

Im Jahr >4KI ertheilte der Rath dem I. Swend und seinen Rechtsnachfolgern das Recht, auf der Stadt-Allmend imHard vier Haupt Vieh unter den gleiche» Bedingungen wie alle übrigen Bürger von Zürich zu weiden. Dieses Recht bestand noch,als bei Ausscheidung des Staats - und Stadtgutes Zürich Ao >893 das Hard als Allmend der Stadt zugcschiedcn ward.

^1 Öffnungen von Altstätten von Ao. >429 und >353. Staats». Z.

^) Die einfache» AusdrückedaS Hus" oderder Thurm", mit denen die Urkunden das Gebäude bezeichnen, können eben sowie der später vorkommende NameBurg" ein mehr als bloß den Thurm umfassendes Bauwerk bezeichnen.

'^) Viele Blöcke gehören zu der Art mächtigen Blockes, aus welchem das nahe LandhausZum rothen Ackerstein" erbautworden ist.

Es ist auf unserm Bilde sichtbar. Die eigentlichen Fenster des Wohngemachs gehen hingegen »ach der Südseite llimmat-aufwärls) und sind demnach auf der dem Beschauer abgewandten Seite des Thurms. Die beiden großen Fenster, die man im Bildeerblickt, und die vier modeiuen Eckthürmchen gehören dem obern Gemach oder Söller an.