— 37 —
Im Herbstrathe der Stadt war er beinahe vier und dreißig Jahre Mitglied, von 1256 an bis 1290.Von 1280 an (in andern Dokumenten seit 1268) wird er im Rathe mit dem Zunamen der älterebezeichnet, zum Unterschiede von seinem gleichnamigen Sohn, der von jenem Jahre an in derselben drittenRathsrotte saß.
Vor König Rudolf von Habsburg erschien er mit Leutpriestcr Wclcho am 21. Mai 1274 in Hagcnauals Bevollmächtigter der Chorherrenstift Zürich, als diese sich über einen Bau beschwerte, wodurch RitterBurkard von Hottingen den freien Platz zwischen seinem Thurme und der Wasscrkirche beeinträchtigte. "H.Eine gleiche Beschwerde „der gebursami der wachte, die man heißet Usfen dorf" hatten seineSöhne Hugo (II.) und Rudolf und seine Brüder Chunrat und Johannes mit andern Bewohnern des Ober-dorfs schriftlich an den König gerichtet und Hugo (I.) (mit drei andern angesehenen Männern) dieselbebesiegelt. "6) Als die Grafen von Habsburg, Dietikon und Schlieren an daS Kloster Wettingcn verkauften,war Hugo (I.) neben Rüdger (II.) von Manegg unter den ersten zürcherischen Zeugen. "?)
In besonders freundschaftlicher Beziehung müssen er und die Seinen zu den Regcnsbcrgern gestandenhaben, in deren Angelegenheiten er öfter genannt wird. Ulrich Trcmbilli, Burger zu Zürich, hatte 1255von diesen einen Hof zu Adlikon erkauft; 1261 übergaben er und seine Gattin Judenta diesen Hof durchdie Hand der Aebtissin von Zürich an das Kloster Wettingen in Gegenwart: „ihrer Enkel und Erben Hugound Rudolf, Schüler, Söhne des Hugo Mancz B. Z." mit dessen Willen diese der Vergabung zustimmen;eine jährliche Leistung des Klosters an die Geber von 20 Scheffel Waizcn u. s. f. soll nach deren Tode zuerstan den jungen Hugo, nach dessen Ableben an seinen Bruder Rudolf entrichtet werden. "")
Eine Besitzung Hugo's (I.) war einst auch der jetzige „Kappelerhof". Mit Einwilligung seiner Kinderverkaufte er denselben an Burkardt, Pfarrer in Altorf, Chorherr bei der Fraumünstcrabtci, der Haus undHofstatt im Jahr 1270 dem Kloster Kappel schenkte."")
Hugo (I.) der ältere starb zwischen 1296 und 1298; am 22. August nennt ihn das Jahrzcitbuch derStift: Hugo Manesso der alte"'). Eben daselbst sind unterm 5. Oktober und 20. September seine ersteund zweite Gattin: „Mya (Trcmbilli?) die Gatti Hugo Manessen des ältern" und „Wil--sbirgiö, Wittwe Hugo's Manessen des alten."
Ein Siegel Hugo's ist nicht bekannt.
S Hugo (II.) der jüngere nnd Nudolf (I ).
Diese beiden Söhne Hugo-s des ältern, die wir im Jahr 1261 noch als Schüler erblicken, kommenpäter in zahlreichen Urkunden vor, die sich indeß meist nur auf ihre Privatangelegenheiten beziehen.
Viele Urk. in allen Z. Archiven.
"5) Scheuchzer vipl. kelv. nr. K3g e. Dürsteler Nser. k. 14. Großm. S. 45. Bekanntlich heißt der Hottingerthurmnunmehr das „alte Kaufhans".
Herrgott Kenesl. ^uslr. Dom. III. pgg. 443. Scheuchzer vipl. kelv. nr. 03S b. '5?) S. die Urkunde oben Note 24.
Urk. Arch. Wettingen Kopp Eidg. Bünde II. S. 20. Note 6 u. 8, S. 358 nr. 3. u. 4. — IVeugarl II. nr. 050. --Urk. Staats«. Z. vom 10. Okt. 1200. — Scheuchzer vipl. kelv. nr. 680 e.
>6") Urkunde vom I. Brachm. 1201. Kopv Eidg. Bünde II. S. 20 o. 6.
"") Scheuchzer vipl. kelv. nr. 015. Auszug bei Hottinger Speeulum kelv. Digur. pgg. 280. — Vgl. Bögelin d.a. Z. S. 100. Note 307.
"') Die Jahrzeit für H. M. wird entrichtet: „von seinem Haus neben dem Hause Ritters H. Finken." H. M.Wohnung muß daher entweder oben an der jetzigen Provisorei (S. Vögel in d. a. Z. Note 34) oder an der nntern Kirchgasses.) ebendas. Note 34 u. 36. und oben im Terte: Hugo (II.)) gelegen haben.