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und erhielten im Jahr 1312 für diese und die Stiftung einer besondern Pfründe am Altar der h, Jungfrauim Chöre der Großmünsterkirche die Vergünstigung einer Begräbnisstätte vor den Stufen dieses Altars. Schonam 12. Januar 1313 ward Heinrich Mancß dort bestattet, und bald folgte ihm seine Wittwe. Am 12. Januar1313 und am 13. November (wahrscheinlich desselben JahrcS) nennt das Jahrzeitbuch der Stift: „HeinrichManeß am Stade", und „Adelheid Wittwe Heinrich Mancssens am Stade."
Heinrichs Siegel, an einer Urkunde vom 25. Febr. 1312 hängend, zeigt (in kleinen Dimensionen) denKops eines mit einer gewöhnlichen Mütze bekleideten Mannes ; die Umschrift: 8. II. Nanesse am stats. tlmr.(S. Hchs. Mancsse am Stade in Zürich.) ES mag dieses von den sonstigen ganz abweichende Siegel einganz willkürlich gewähltes gewesen sein. Vielleicht gehörte Heinrich Mancß zum Handelöstande undkonnte, als nicht wappcngenössig, sich eines Wappensiegels nicht bedienen.
Die Maneß aus Dorf.
Eine zu Ende des dreizehnten und bis gegen die Mitte des vierzehnten Jahrhunderts sehr angeseheneLinie der Familie hatte ihren Wohnsitz lange Zeit in dem Theile der Stadt, welcher die Wacht „auf Dorf"bildet.
Das Haupt derselben, Conrad Maneß, wird schon 12äU zugleich mit seinem Sohne Hugo in der-selben Urkunde genannt, in welcher Rüdger (I.) als Reichsvogt in Zürich erscheint (s. oben Note ck), undunter den frühesten Namen im Jahrzeitbuche der Stift finden wir am 2t>. September und 9. Mai (letzteresvor Ao. 1252) eingetragen: „Conrad Manesso der Laie" und „ B erchta Ga tti n C.Mancsscn".Ganz bedeutend aber war die Stellung ihres Sohnes:
K. Hugo (I.) der ältere.
Unter den weltlichen Mitgliedern der Familie Mancß in der zweiten Hälfte des dreizehnten Jahrhundertswar Hugo (I.) eines der allerangesehensten. Nächst Rüdgcr (II.) von Manegg, seinem etwas jüngern Ver-wandten, erblicken wir keines derselben so häufig, als ihn, in Geschäften der Stadt oder ausgezeichneterPersonen als Zeugen oder Theilnchmer z oft treffen wir ihn dabei in Gesellschaft Nüdgcrs. Wir führen nurWeniges an.
>22) Ueber diesen H. M. und seine Gattin Adelheid v. Stiflsa. Z, Urkunden vom 30. Januar 1303, 12. Febr. und 23. Febr. 1312u. 6. Febr. l313. Wir geben letztere als rechtsgeschichtlichen Beitrag unten Beilage K. — Man vergl. über die Stiftung der Wandel-kerze Vögelin d. a. Z. S. ll>. Note 20. (Sollte daselbst die Bemerkung: „schon Ao >234 soll das Haus diesen Namen getragenhaben", vielleicht in der Notiz ihren Grund haben, die auf einem alten Zinsrodcl der Stift von Anno 13(50?) steht: „Kertzhusvor dem Nüden am gstad unter Tilinen, darum ist brieff geben Anno l235", so wäre der Schluß zu weit.Denn der Brief von Anno 1233, den die Notiz meint, spricht von dem Hause nicht als vom „Kcrtzhause", sondern nur als vondem Hause eines „Jakob Gnürsers". und erst der Schreiber jener Notiz hat Anno 1350. wo der Name Kertzhus schon ganz undgäbe war. denselben gebraucht. Eine Urkunde vom Jahr 1233 (Scheuchzer Uipl. kelv. nr. 793 ei.) zeigt jenes Haus als das„Jakob Gnürsers" ; dessen Bruder Konrad überließ dasselbe später au die Fraumünsterabtei und an das Kloster Töß, welches dasHaus als Erblehen von der Abtei bis Ao. 1303 besaß und damals (s. obige Urkunde vom 30. Jan. 1303) an die Chorhcrrenstiftverkauft-, wobei H. M. das Geld zum Kaute hergab. In allen diesen Verhandlungen kömmt der Name „Kertzhus" nicht vor undist somit gewiß erst aus H. M. Stiftung entstanden.) — Auch bei der Predigerkirche gab es eine Wandelkerze, jedoch nur zumGebrauche bei Prozessionen in der Kirche. StaatSa. Z. Gemächt- und Kaufbriefe Vvl. I. kol. 188 b.
'2Z> Man vergl. unten Note 163.