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wir erfahren Weiteres nichts von denselben, und wissen nicht einmal mit Bestimmtheit, ob der Bürgermeistereigene Nachkommen hatte. Zwar kommt noch 1451 ein „Rüdger Maneß im Hard"'^), 1454 und1469 ein „Rudolf Maneß" vor, welcher letztere auf dem Klosterhofc Oedcnbach sals Beamter des Klosters?)wohnte, und wahrscheinlich auch diesem Zweige der Familie (der am längsten fortlebte) angehört hat.Allein diese Spuren werden immer sparsamer und vereinzelter und es kann keinem Zweifel unterliegen, daßdie Familie in der zweiten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts erlosch.
Durch die Tochter Ulrichs (II.) von Mancgg war ein Haupttheil des Bcsitzthums jener Linie andie Swend gekommen, die um diese Zeit eine der bedeutendsten Familien Zürichs geworden; Achnlicheö geschah,obwohl auf Umwegen, mit dem Besitzthum der Manesse im Hard. Eine Verwandte von Fclir, „JungferAnnili Maness, Johannes M. sincs seligen Vetters Tochter", welcher der alte Bürgermeisterbesonders gewogen war und die er mit schönen Vermächtnissen bedachte '^), hatte den reichen JohannesSwend, genannt „der Jüngste" oder „der Lange", Besitzer deS Schlosses Dübclstcin, gcheirathct. IndessenHände gelaugte auch im Jahr 1461 das Thurmgut im Hard, freilich nicht als Eigen; es muß zuvor anden Rath zu Zürich gekommen sein, der es am 16. Brachmonat jenes Jahres als Erblehen an Swend über-ließ. '2°) Von diesem Johannes Swend und seiner Gattin Anna Maneß rühren die zierlichen Wappen her,welche ein Zimmer deS sogen. Deutschen Hauses an der Römcrgasse beim Münster schmücken; ihre eigenen,größer als die übrigen, stehen in besonderer Stellung über der Eingaugsthüre des Gemachs. "')
Die Maneß am Stade.
Wir kehren von den letzten Sprößlingen des Geschlechtes Maneß, die wir kennen , nunmehr noch in Kürzezu denjenigen Zweigen der Familie zurück, die neben den beiden Hauptstämmen vorkommen. Den Maneß imHarde scheinen — nach den Taufnamen zu schließen — nahe gestanden zu haben drei Manesse, von dereneinem noch heute ein Denkmal vorhanden ist.
„Heinrich Maneß am Stade", Hermann und Johannes, seine Verwandten, werden imAnfange des vierzehnten Jahrhunderts in Urkunden genannt. Heinrich Maneß am Stade ist der Gründerderjenigen Stiftung, von der das Haus zur Kerze am Rüdenplatz seinen Namen und in Folge dessen auchseine gegenwärtige Verzierung erhielt. Die „Wandelkerze" am Großmünster, die vor dem Hochwürdigcnhergetragen werden sollte, so oft der Leutpriester bei Tag oder Nacht mit dem Sakramente zu den Krankengehen würde, stifteten er und seine Gattin Adelheid im Jahr 1365 auS dem Zinse, den jenes Haus ertrage,
Staatöa. Z. Rath und Nichtb. von Ao. I45l. (Bapt.)
'2°) Loci. c4o. 4454. (N. M. wird wegen Messerzuckcn beim Schachspiel ans dem Schnecken gebüßt.) — Steuerb. von I4Kg.in) Stadtb. Z. Simmler'sche ülsor. lom. II. Urk. vom >0. Brachm. 1426. — Staats«. Z. Gemächt- und KaufbriefeVol, II. pgg. 224.
Erblehenbrief im Besitze des jetzigen Eigenthümers des Hardthurms, Herrn I. I. Tobler in Außersihl. S. unten Beil. I'.'2t) Vergl. darüber Vögelin d. a. Z, Note 207. Eine bestimmte Erklärung dieser Wappen und getreue Abbildung der äußert!hübschen Zimmerverzierung, welche sie bilden, wäre sehr wünschbar. Auch das Oestreichische Wappen — größer als die übrigen unddem Eingange gegenüber — befindet sich darunter. — Als Wappenreihe von Gliedern einer Familie (der Ehegattinnen von Vor-fahren Swends), scheint die Reihe fast zu zahlreich. Sind es Wappen von Inhabern des o brigkei tl i chen Amte s, das(nach Vögelin) einst in diesem Hause seinen Sitz hatte und Gefälle bezog? Vielleicht hat Swend, als er das Haus erkaufte, dieseWappenreihe vorgefunden, auffrischen und das seinige und das seiner Gattin dann auch anbringen lassen.
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