Druckschrift 
Forts. u. Schluß (1850)
Entstehung
Seite
29
Einzelbild herunterladen
 

Den Nebergang des Besitzthnmö im Hard an Johannes und seine Nachkommen ersehen mir aus denJahrzeitbüchern der Chorherrcnstift Zürich. In einem derselben steht unter'm 20. Januar: Johannesder Ritter genannt Maneß"; in dem großen Jahrzeitbuche der Stift unterm 4. Dezember:Adel-heid, die Gattin Johannes Manessen des Ritters." Von Bciven wird bemerkt, daß die Jahr-zeit des Verstorbenen (alljährlich zwei Viertel Waizen)von den 14 Juchart Reben HeinrichsManessen im Harde" (ihres Sohnes) entrichtet werde. Es ist dieß dasselbe Grundstück, welches eineähnliche Last für die Jahrzeiten der Eltern des Ritters, Rüdger (I.) und Adelheid, trug. 6°) Sein Todes-jahr muß nach Obigem nach 1277 fallen. Ein Siegel von Johannes kennen wir nicht; bei einem ge-meinsamen Gütervcrkaufe in Altstätten im Jahr 1268 läßt er sich durch das Siegel seines Bruders Rüdger (ll.)mitbehasten.

S. Heinrich (I.) und Heinrich (II.) in» Harde.

Zwei Söhne oder vielmehr Sohn und Enkel des Ritters Johannes, von dessen Nachkommen wir sonstkeine Spur haben, sind zwei Heinrich Man esse im Harde, die öfter genannt werden.

Der ältere, Heinrich (I.), als Sohn des Ritters Johannes Nachfolger desselben in der Lehnspflicht,gegen die Abtei für ein Grundstück im Harde bezeichnet ^), lebte in den Jahren 1295 bis nach 1307 ; erund seine Gattin Katharina sind aus mehrern Urkunden jener Periode bekannt.^) Das Jahrzeitbuch derStift nennt ihn zwischen 1307 und 1311 am 19. September:Heinrich Manes dem Harde";das Böklin'sche Jahrzeitbuch am 24. August:Katharina, Wittwe Heinrich Manessen imHardc".Im Jahr 1304 war Heinrich (I.) Mitglied des Hcrbstrathes ^); ein Siegel desselben ist nicht erhalten.

Weit bekannter ist sein gleichnamiger Sohn Heinrich (II.); zu Bruns Zeit war derselbe Mitglied desFastcnrathes, in welchem er in den Jahren 13311335 regelmäßig saß. ^°) Zu Anfang des Jahres 1336aber, dessen Sommer denNflouf" und die Brunische Verfassung brachte, erblicken wir Heinrich Manessennicht mehr im Rathe und ebenso wenig nahm er später irgend Antheil an letzterm. Er muß zu der Neuerungnicht in gutem Vernehmen gestanden haben; Brun fand sogar nöthig, durch eine besondere eidliche Erklärungsich gleich anfangs (18. Juni 1336) seiner Treue an ihm, dem Bürgermeister, und an der Stadt Zürich

25) Es gibt fünf Jahrzeitbücher der Stift, alle auf der Stadtbibl. Z. Neber das erste, das große Jahrzeitbuch der Chorherren(User. ti. 6) und das sogen. Böklin'sche der Kaplanen (User. L. 10.) s. G. von Meist Rudolf Bruns Ende im Schw. Archivfür Schw. Geschichte und Landeskunde von Escher und Hottinger, Vol. I. psg. 304 und 305. Ein drittes undviertes (pergamenten) und ein fünftes (Papier) tragen die Nummern (User. U. 9 und (l. 10 cl. >0. e.) Vermuthlich sind diese drei auchvon einem Kaplanen geführt worden; beide reichen ins XV. Saee. herunter. Die obige Angabe ist aus dem Buche User. (l. l<> e.geschöpft. Wo wir bloß vondem" Jahrzeitb. der Stift ohne nähere Angabe sprechen, ist stets das große User. L. 0. zu ver-stehen. Das sBlatt des 20. Januar fehlt in diesem.

2°) Wir haben oben S- 4. Nn. 3 u. 4 der Kürze halb bloß vonden Gütern" Heinrichs Manessen im Harde gesprochen ; dasJahrzcitbuch nennt aber auch dort:die vierzehn Juchart Neben im Hard-"

2?) Stadtbibl. Z. Dürsteler User. IZ. l 4. (Abtey pa.,. 572) schreibt aus einer alten Zinsrolle der Abtcy: .,11. kil. elei.loirannis Uane^en rnllilis ciim. libram (eere) eie sugia inferiore im Ilark." Dieß ist eben dieaugia inferior" die Nüdger (1.)von den Golteshauslcuten der Abtey in Wipkingcn eingetauscht, und der Zins, den er davon an die Aebtisstn als Lehnsherrinn zuentrichten hatte. V. oben Beil. X.

2°) Urk. 28 Dez. 1294. Spitalarch. Z. - 17. Jan. 1303. Stistöa. Z. - I. März 1307. Staats«. Z.

2v) 1304. (4. Dez.) Nathsverz. von G. Meyer von Knonau; 1305 (5. Jan.) Urk. Stiftsa. Z.

2°) Versch. Urk. im Spitala. und Staatsa. Z. Rathsverz. von Meyer v. Knonau. Scheuchzer Diplom. Uelv. Nr. 1128,1129, 1158 d. 133k (20. Jan.) ist statt Heinrich M., Nüdger (VII.) M. im Rathe. RathSverz. von Meyer v. Knonau.Hottinger, Schw. Museum. I. 1. psg. K8.