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Bei derselben nahm Rüdger (VII.) in der eben angedeuteten Weise Theil. Nach Annahme desGeschwornen Briefes trat er in den neuen Rath ein und blieb dann in demselben theis als Mitglich, theilsals Bürgermeister bis zu seinem im November 1383 erfolgten Tode d. h. volle sieben und vierzigJahre. Bis zum Jahr 1357 ist er regelmäßig unter den Mitgliedern des ersten Rathes im Jahre (consulesnatales), von 1357 bis 1360 hingegen finden wir ihn in beiden Räthen (o. natales et baptistalss). DaBrun sich das Recht vorbehalten hatte, dem jeweiligen neuen Rathe einige Mitglieder des abtretenden Rathesnach eigner Auswahl beiordnen zu können, so mag er gegen das Ende seiner Regierungözeit Maneß alseinen seiner designirtcn Nachfolger vielleicht beständig dem Rathe bcigezogcn haben. Nach BrunS Tode imSeptember 1360 sehen wir Maneß im Bürgermeisteramte; wie aber der Uebergang dieser Würde stattgesundenhabe, darüber sind keine näheren Angaben vorhanden.
Die ruhmvollste Erinnerung ans RüdgcrS (VII ) Leben bildet der Tag von Tätwyl, der 26. December1351. Nach bekannter Erzählung hat er das Zürcherische Heer an jenem Tage zum Siege geführt. Leidermangeln aber hierüber gleichzeitige genaue Berichte. Der Schultheiß Eberhard Mülncr erwähnt in seinerChronik, die er in jenen Jahren niedergeschrieben haben muß, nur kurz des heißen Streites, in dem erwohl auch selbst die Waffen getragen, und nennt weder Brnns noch Mancssens Name. Er erzählt so:
„Do zugent wir von Zürich uz mit dem Hufen und mit aller Macht, die wir haben mochten in unser„statt Zürich an ander unser eidgenozen und zugent hinab gen Baden zuo den bedern, da warent uns„etlich gezaigot die uf unsern schaden da lagent und uns onch vil ze laid taten und getan haten, die„selben wollen wir gefangen hau: do warent wir ze spat uz gcfarn, daz wir uns ir versumt haten. Also„brachent wir die hüser zuo den bedern und wuosien was uns werden mochten. Diz geschach uff den„hailgen tag ze nacht. 6') Und also zugent wir die Lindmag nider unz gen Froidnowe nider in den Spiz„und die Riuz wider uf unz gen Baden zuo dem galgen. Da hatcnt die figent unser gewartot mit einem„grozen voll zuo ros und zuo fuoz wol bi ster tusent mannen, wol bizuigt und griffent uns da sraitlich„und keklich an: also giengent wir an einander manlich und mit verdachtem muot und sachten da mit„einander ze ros und ze fuoz wol ein mil in die nacht. Daz beschaff) an sant Steffens tag, do die„sunne wolt nider gan und half got den von Zürich, daz st obgelegen und nit me denne UX Man verlurent.„Dises Volkes hauptman was der von Erlibach und hate bi im vil ritter und knecht: er hate ouch bi im„die statt Basel di ouch unser vigint war und ouch etwa menig des Herzogen fftett, Bremgarten, Brugg,„Mellingen, Lenzburg und ouch ander stets."
Mit ähnlicher Kürze erwähnen die übrigen, noch vorhandenen Chroniken des vierzehnten und fünfzehntenJahrhunderts das Treffen bei Tätwyl. Die Erzähler des sechszehnten Jahrhunderts dagegen, Freunde undGegner Zürichs, zeigen in ihren Darstellungen eine Uebereinstimmung, welche beinahe nicht daran zweifelnläßt, daß eine uns unbekannte, ihnen gemeinschaftliche Hauptquelle, oder eine damals noch allgemein erhaltene
5?) S. „Rudolf BrunS Ende" von G. von Meiß im Archiv für Schw. Geschichte und Landeskunde von Hottinger undEscher. Band I. psg. 295 u. ff. Auch der Zeitpunkt, wann N. M. das Amt angetreten, kann nicht mit Sicherheit bestimmtwerden. Ein Kaufbrief im Spitalarchive Z. vom Martinstag 1359 (sie) nennt am Eingange Maneß als Bürgermeister an derSpitze des Raths. Handelte er bloß als Stellvertreter Brnns an jenem Tage, in dieser Eigenschaft am Eingange der Urkunde(gleichsam wie in einem stehenden Formulare) den Bürgermeistertitel führend? Oder war er schon Bürgermeister? Brnn erscheintals B. Mittwoch nach Martini 1359, in der Urkunde bei 8cb. v. ü Nr. 1422.
56) Ohne. — 50) Gezeigt. — Und verwüsteten was uns werden junter die Hände kommen) mochte.
5l) Am Abend des Weihnachtstages. — 6-) — 62) Bezeugt i. e. mit Zeug versehen, gerüstet. — Überdacht, überlegt
65) Burkart von Ellerbach. — 66) ^ ^ Erzählungen von Tschudi I. psg. 495. I v. Müller Sch. G. Buch II. Kap. IV.