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gebornen Uern, jüngster Tochter des seligen Tamcrarius .«kern zllIvittelshofen, ging voin Jahre 1812 an eine Iülle von reinen La-inilienfrenden für lins alls. Cr zog vor 1Z Jahren mit seiner Gattinals Pfarrer in Immeldorf ein nnd verlebte daselbst 9 Jahre. Trerfreute sich schon damals der Liebe seiner Gemeinde. Im Jahre1820 wurde ihm die Stadtpfarrci Merkeildorf verliehen, wo er am1. August einzog.
Als vorzüglicher Fmnzelredner erbaute er durch jeden seinerVortrüge seine ihm über alles gehenden lieben Gemeinden. Als er-fahrener «Lehrer und Trzieher wußte er die Jugend wahrhast an sichzu fesseln. Als ein ganz besonderer Menschenfreund nahm er sich derArmen und Bedrängten an, so daß man gewiß noch lange seineVerdienste um das Armeuwesen rühmen wird. Auch an meineneigenen Mildern hat er sehr viel Gutes gethan, so daß sie ihn nurden „guten Änkel" nannten, lver heiteres Lebcnsglück und «Lebens-freude suchen wollte, der brauchte nur ins Pfarrhaus zu Merkendorfzu kommen. Dort fand er sie gewiß.
Aber all dieses Glück sollte nicht lange dauern. Denn seit Lndedes vorigen Jahres litt mein lieber Schwager heftig an Gichtschmerzen,ein Übel, das er früher nur den: Hainen nach gekannt hatte. Dennochließ er es sich nicht nehmen, an den lveihnachtsfeiertagen sämtlicheGottesdienste noch selbst abzuhalten. Seine lieben Gemeindegliedersahen ihn die Treppe zur Ikanzel hinauf- und hinabwanken. Zuletztuuterlag er seineu Schinerzen, indem ein Uervenschlag seinem «Lebenein Tnde machte, am Sonntag den ?. Januar 182? morgens 9 Uhr.Tr wurde am 10. Januar mit Leichenpredigt und Grabrede nach-mittags 1 Uhr feierlich unter Begleitung vieler Geistlichen und deinZudrang einer außerordentlichen Menschenmenge beerdigt. Tr war44 Jahre 8 Monate und 2Z Tage alt.
Vuleui piu uniina!"
Der Grabstein des Etadtpfarrers Friedrich Ludwig Vogtherrenthält folgende Inschriften:
1. Seite: Ruhestätte der üörperhülle des sehr würdigeil undverdiekstvollcn Stadtpfarrers zu Merkeildorf, M'rrn Friedrich «Ludwig