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Wie lange sich die Familie im zwölften Jahrhunderteschon im Besitze des Dorfes Kröchern und der dazu gehörigenGüter befand, ist daher nicht zu ermitteln. Einer von ihnenaber fing um diese Zeit an, seinem Taufnamen den Namenseines Hauptgutes hinzuzufügen, und nannte sich von Kröchern,und erst von da ab entstand der Familienname, und gab esauch dem Namen nach Herren von Kröchern in der Welt,nachdem es der Sache nach schon vielleicht lange welche ge-geben hatte. In den Urkunden des 13. und 14. Jahrhundertslautet der Name in der Regel Crochere, Crocheren oder Cro-chern, selten Crochcr, Cröcher, Croghern oder Krochern.') Im15. und 16. Jahrhundert wird aus dem Anfangs-C meist einK, auch wird das Schluß-n wohl verdoppelt, und erst zu Endedes 16. Jahrhunderts wird Kröchcrn die gebräuchlichste Schreib-art, bis im Anfange des 18. Jahrhunderts der Name inKröcher verwandelt wurde.
Seit Markgraf Albrecht der Bär eine Mark Branden-burg geschaffen hatte, und die bisherige Nordmark darin auf-gegangen war, gehörten die von Kröcher zur Mark Branden-burg, und namentlich zur Vogtei Tangermünde. Als im Jahre1258 die beiden Markgrafen von Brandenburg Johann Iund Otto lil die bis dahin gemeinschaftlich regierte Mark Bran-denburg theilten, fiel die Vogtei Tangermünde an die Johan-neische Linie, und mit ihr das Dorf Kröchern nebst den dazugehörigen Besitzungen. Die Besitzer dieser Güter wurden nunJohanneische Vasallen 2), ein Umstand, der von Wichtigkeit ist.
Wäre die Familie, wie man es behauptet hat, schon da-mals im Besitze der Schlösser Calbe an der Milde, Betzendorsoder Krumbke, oder auch nur eines derselben gewesen, so wür-den sie Ottonische Vasallen geworden sein, denn alle drei
1) Kikilel e->-I. I. Hptthl. II. 25. III. 351. 355. II. 275. I. 135.
2) Kloben Waldemar I. p. 13. 114 und die Karte.