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Nachrichten zur Geschichte des Geschlechts der Herren von Kröcher : aus Urkunden, Archivalien, und Familiennachrichten
Entstehung
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den edeln Herren, — den jetzigen Baronen oder Freiherrn,— auf. Wohl aber gehörte der niedere Adel mit dem eigent-lichen Adel zu den Schildgeborenen, von welchen Bürger undBauern ausgeschlossen waren. Das Wort ritterbürtig istspäterer Entstehung. Als besonderen Stand führte er denNamen: gute Mannen, auch schlechthin nur durch Man-nen bezeichnet. Sie waren sämmtlich Vasallen, insofern sienicht Reichsfreie waren; allein der Name Vasall umfaßte mehr,denn auch Adliche wie Bürgerliche konnten Vasallen sein. DerName Junker gebührte ursprünglich nur den Söhnen desHerrenstandes, nämlich des (hohen) Adels. Es bezeichnetedies Wort den Jungherren, und hätte eigentlich Jungherrgeschrieben werden müssen. Auch die Fürstensöhne hießen so.Erst später in einer Zeit, in welcher alle Titel tiefer herab-stiegen, wurde das Wort auch für jüngere Mannen gebraucht.Die weiblichen Personen im Stande der Mannen hattenkeine besondere Bezeichnung. Sie hießen Ehefrauen undJungfern. Fräulein bezeichnete ursprünglich nur die Töchterdes damaligen (hohen) Adels und der Fürsten. Personenaus dem Stande der Mannen und des Adels, welche sich ir-gend einem Großen zu Eigen gaben, und dadurch leibeigenwurden, hießen Ministeriale.

Vom kriegerischen Gesichtspunkte aus hatte sich eine an-dere Gliederung der Stände seit den Kreuzzügen gebildet.Alle Schildgeborene waren zur Führung der Waffen nichtbloß berechtigt, sondern verpflichtet, und eine andere Beschäf-tigung galt als unehrenhaft und war ihnen verboten. Wohlaber durften sie Hofämter übernehmen und als Beamte desFürsten fungiren, ja in früheren Zeiten konnten solche Stellennur allein von ihnen übernommen werden. Wenn so dieWaffenführung als der eigentliche Beruf des Schildgeborenenerschien, so mußten auch Tapferkeit, Unerschrockenheit in Ge-fahr, Stärke und Geschicklichkeit in der Handhabung der

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