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den, als den Eltern. Mitunter wurde ein Lieblingsname selbstmehreren Geschwistern beigelegt. Um sie im Leben unterschei-den zu können, wurden die Taufnamen mannigfach abgeän-dert, und bei dem einen Kinde so, bei dem anderen gleich-namigen anders, so daß der ursprüngliche Name oft schwerzu erkennen ist. Es wurde z. B. aus Heidenreich, Heiden-rich, Heinrich, Henrich, Heine, Hcino, Heiso, Heinecke, Hil-mar, schmeichelnd Heinredekin, Redekin, Redko, Reiner, latei-nisch Heiäenrieus, Usurieus, Resieliinus. Die Abänderungen:Henning, Hennekin, Henzke, Henzko, Hencze, Hempo sind eben-falls aus Heinrich entstanden, aber noch öfter aus Johannund Hans, und gehören daher beiden Namen an. Im erstenTheile der Geschichte des Markgrafen Waldemar im zweitenAnhange ist ein reiches Verzeichniß solcher Namenänderungenmitgetheilt, wie sie in der Mark üblich waren. Daß dieserUmstand bei genealogischen Forschungen oft hinderlich wird,ist leicht zu begreifen. Im zwölften Jahrhundert begann manin allen altsächsischen Landen dem Taufnamen des Mannesden Wohnort oder das Besitzthum beizufügen, und dies wurdeals ein bequemes Mittel der Unterscheidung gleichnamiger Per-sonen gar bald allgemeine Sitte, da die Zweckmäßigkeit sichAllen fühlbar machte. Anfangs aber wechselte nicht seltendieser Beiname mit dem Besitzthume, auch führten Brüdermanchmal ganz verschiedene Beinamen, weil ihr Besitzthumverschieden war, bis endlich die Namen stehend wurden, undsich vererbten, wodurch die genealogische Forschung oft über-aus schwierig wird. Das „Von" ergab sich dabei von selbst,und war in jenen Zeiten kein Unterscheidungszeichen des rit-terbürtigen Mannes, worüber einzig und allein die Abstam-mung entschied. Das „Von" konnte gebrauchen, wer dawollte.
Im Mittelalter umfaßte der Adel nicht den Stand desjetzt sogenannten niedern Adels, sondern hörte nach unten mit