vergessen, wie er es der Mit- und Nachwelt überliefert, daß sechsTage nach Vvges Abzüge aus Stralsund Konstantinvpel unter demSchwerte Mahvmeds fiel; das Verdienst in solcher und ähnlicherWeise, die Spccialgeschichte des unbedeutenden Landes, welches manPommern nennt, mit der Universalhistorie, der Geschichte des großenganzen Vaterlandes in Verbindung gebracht zu haben, ist so groß,daß Tendenz-Irrthümer, (??) wie der Schreiber dieser Zeilen sie nach-zuweisen gesucht, bei Beurtheilung desselben wohl kaum iu Betrachtkommen können ^),
Dem Leser muß ick es überlassen, diese Critik mit dem prunken-den Schlußworte der Geschickte von Rügen und Pommern im 2tcnTheil des ck Bds,, welches so tragi - komisch mit einem Sprachfehlerschließt, zn vergleichen, er möge beurtheilen, ob ich den vio oomlatu«„klcinmeistcrlich" wegen „kleiner Verstöße" bekrittelt. Meine Absicht wardies nicht, sondern die meiner Ansicht und Ueberzeugung nach bewußt
I) Ich habe im Obigen nur Rücksicht auf die Geschichte Rügens und Pom-mcrns genommen. Herr Professor Barthold hat die Gewohnheit ein unddasselbe von ihm bearbeitete Thema der lieben Lesewclt an verschiedenen Ortenzugänglich zu machen und so trifft man denn die Erzählung der Vogeschcn Hän-del fast wortlich wie sie in dem großem Werk des Verf. enthalten, bereits inseinem Aufsaß „Deutsches Bürgcrthum in Pommern um die Mitte des 15. Jahr-Hunderts," im 10. Jahrgange von F. von Räumers hist. Taschcnb. abgedruckt(x-rx. 9g. u. folg.), wenn man es nicht als Resultat der im Dränge nach Wahr-heit angestellten Forschung anerkennen will, daß der Fall Cvnstantinopcl sim größeren Buche richtig (6 Tage nach Vogcs Flucht, den 29. Mai 1453) an-gegeben, während der frühere Abdruck dies welthistorische Ereigniß um drei Tagezu früh eintreten läßt. Auf eine noch frühere Production des pommcrschcn Ge«schichtsschrcibers „Geschichte von Pommern und Rügen" im Berliner Kalenderf. d. I. 1837 und 1838 abgedruckt, habe ich es aus selbstredenden Gründen nichtder Mühe werth geachtet, näher einzugehen. Die Erzählung derVogeschen Hän-del ist im Kalender f. 1838 z>. 161 — 163. abgedruckt. Wer sie dort nachlesenwill, wird finden, daß unser vir eorckatus sich 1837 mit seinen Ansichten nochweiter nach rechts befunden, wie 1843, wahrscheinlich in Anbetracht der Zeiter-eignisse von der „Zweckmäßigkeit" seines „Standpunktes" überzeugt. Da ersich aber hoffentlich klüglich wie sein College Piepmeper zwischen oder über dieParteien gehalten haben wird, so dürfte man wohl nächstens wieder einmal voneiner Reise der „Gesinnungstüchtigcn" nach Berlin hören, „um etwas zu werden"oder zu bekommen, — oder er wird fortfahren Schinuß des 18. Jahrhundertsaufzuwärmen und mit einer Sauce nach eigener Erfindung zu verschen. —