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Hand- u. Adressbuch der Geschlechtsverbände u. Stiftungen
Entstehung
Seite
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Deutsohe Adelsgenossensehaft.

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-von Erziehungsanstalten und Seminaren, sowie Mittel zur Beschaffungvon Büchern und Kleidern gegeben;

einigen besonders befähigten jungen Männern wurden auch dieKosten zum Besuch der Kunst-Akademie gewährt.

Eine Reihe von Knaben konnte durch Vermittelung des Hilfs-vereins hei treuen Anhängern unserer Bestrebungen auf dem Landezur unentgeltlichen Miterziehung untergebracht werden.

Des Oefteren auch wurden für Familien, um den musikalischenUnterricht mehrerer besonders beanlagter Kinder zu fördern, Pianinosbeschafft, die jedoch Eigenthum des Vereins verblieben.

Auch Nähmaschinen wurden als Weihnachtsgeschenke armenWittwen bescheert.

Während der Sommerferien war es dem Verein möglich, regel-mässig eine Anzahl vonKindern nach dem See-Hospiz Norderneyzu schicken, andere wurden durch Verwendung des Vereins „Edel-weiss" und durch das freundliche Entgegenkommen einiger Familienauf dem Lande untergebracht.

Die Oberleitung des Hilfsvereins beabsichtigt, auch im fernerenJahre wieder während der Sommerferien möglichst viele Kinder hilfs-bedürftiger Standesgenossen auf's Land zu schicken. Wir bittendeshalb alle diejenigen Familien, welche geneigt sind,solche Kinder aufzunehmen, uns möglichst bald davongütigst in Kenntniss setzen zu wollen, damit wir dienöthigen Vorbereitungen rechtzeitig treffen können.

Der Hilfsverein hat eine grosse Zahl würdiger und hilfsbedürftigerKinder namhaft zu machen, für die ein derartiger Sommeraufenthaltdringend erwünscht und eine grosse Wohlthat sein würde.

Unseren Vorschriften, würdigen Mitgliedern unseres Standes zurErlangung von Lebensstellungen behilflich zu sein, haben wir nachMöglichkeit zu genügen gesucht, zunächst dadurch, dass wir ausserdirecter und brieflicher Verwendung den eine Anstellung Suchendendie nöthigen Inseratenkosten bewilligten, aber auch in vielen Fällenmit directer Empfehlung erfolgreich eingriffen.

Unsere Mitglieder werden es anerkennen, dass bei der Erfüllungunserer Vereins-Pflichten als eine besondere Schwierigkeit sich dieFeststellung der wahren Verhältnisse des Antragstellers erweisenmusste.

Um diese zu überwinden, hat die Oberleitung mit Hilfe des König-lichen Heroldsamtes Fragebogen mit 16 Punkten aufgestellt; diesewerden jedem Bittsteller zugesandt und damit zugleich die Einreichungder kirchlichen Trau- und Taufscheine verlangt.