Die Stiftungen und deren Entwickelung.
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und werde mich sehon einrichten; in einer so grossen Stadt fällt j a der Ein-zelne nicht auf; ich übernehme, um „etwas zu thun zu haben" und mirnoch eine kleine „Neben-Einnakrne" zu verschaffen, irgend eine Agenturoder dergleichen; — was braucht eine Stadt wie Berlin nicht für „geistigeKräfte"; da wird es schon gehen, und ich bleibe auch mein eigenerHerr, kann thun und lassen, was ich will und brauche mich nicht voneiner Woche zur anderen um das liebe Tagelohn zu sorgen etc. etc."—Undnun kommen sie wirklich nach der Grossstadt, freiwillig oder gezwungen,nun lernen sie das Leben kennen, „wie es ist", nicht tropfenweise, sondernalle, alle Tage, bis zum Ueberdruss! Ach, wie ganz anders ist es, alssie sich es dachten! — Die „geistigen Anregungen" haben sie stumpfoder nervös gemacht, jedenfalls aber „um den Best gebracht", diePension langt nicht hinten und nicht vorne, und wenn sie am erstendes Monats abgeholt wird, so ist sie schon als „vorgegessenes Brod"nach wenigen Tagen für Miethe und Mittagstisch oder dergl. zerronnen,wie der Tropfen auf dem heissen Stein. Eine „Anstellung" fandensie nicht, trotz der grössten Mühe, die sie sich gaben; es sind allepassenden Branchen überfüllt bis zum Brechen. Einige Monate habensie es mit „Agenturen" versucht, meist in den Yersicherungsbranchenund hier wieder unter hundert Fällen neunzig mal als „Acquisiteurefür Lebens-Versicherungs-Gesellsehaften". Doch sie haben gefunden,dass sie sich ganz und gar nicht dazu eignen, dass das Leben, wassie führen, doch eigentlich und gelinde gesagt ein „Hundeleben" ist
und dass -es doch weit besser war — auf dem Lande mit seinen
Sorgen, — auf ihrer „Klitsche". Ach, aber die ist unwiederbringlichverloren! — Nun fängt der Kampf an, der „eigentliche Kampf desLebens", wohl dem, der ihn besteht; nur Edelleute mit festem, ausdem Fundamente heraus gediegenen Charakter, nur die im Feuerechter christlich-adeliger Erziehungsgrundsätze gehärteten Männer,werden dem Schiffbruch entgehen! Eine grosse Anzahl sieht manschon nach Jahren als „Wracks" umhertreiben, haltlos und planlosund diese bilden dann den festesten Stamm des „adeligen Proletariats"— man sieht: auch hier berühren sich die Gegensätze. — Wir ver-schliessen unseren Blick, wie wir bewiesen zu haben glauben, nicht vor denSchwierigkeiten der landwirthschaftlichen Lage, wir erkennen auch rück-haltlos an, dass es Fälle giebt, in denen es als Wahnsinn erscheinen müsste,ein Gut weiter halten zu wollen, wenn nämlich die Verhältnisse bereits biszur nackten Unmöglichkeit gediehen sind. Dann erst, aber auch nurdann, erscheint es geboten, den Bückzug anzutreten, „der Noth ge-horchend, nicht dem eigenen Triebe." Dass wir die Gelegenheit nichtvorübergehen Hessen, auf eine Species von Parasiten am Standeskörperhinzuweisen, die zu den gefährlichsten gehören, weil sie als die