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Hand- u. Adressbuch der Geschlechtsverbände u. Stiftungen
Entstehung
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Geschlechtsverbände und ihre Entwicklung.

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und echter, die Stammes- und Schildgenossen einender Ehre, zum,Sammelpunkt im Vaterhause!

Nach diesen aufgestellten Betrachtungen erscheint es der Sache -gemäss, zunächst einen ganz kurzen historischen Abriss überdie Entstehung der Geschlechtsverbände hinzuwerfen, ehein die spezielle Nachweisung derselben eingegangen wird.

Greifen wir nun zunächst in die Geschichte der Geschlechts-Verbände zurück, so finden wir schon während der Kreuzzüge inJerusalem 3 Verbindungen des Adels, die wir „geistliche Ritter-Orden " nennen, da dieselben von Edelleuten in's Leben gerufen, ausserritterlichen auch geistliche Gelübde ablegten. Es sind dies der imJahre 1048 gestiftete „Orden vom Hospital zu St. Johann inJerusalem," der später nach Rhodus und Malta übersiedelte undjetzt noch als protestantische Adels-Vereinigung des St. Johanniter-Ordens, unter dem Protektorat der Krone Preussen und als katholi-scher Maltheser-Orden mit dem Hauptsitze in Rom vorhanden ist.

Der im Jahre 1118 gestiftete Orden der Tempelherren ver-lor 1525 durch die Erhebung des Herzogthums Preussen zu einemweltlichen Fürstenthum einen grossen Theil seiner Besitzungen, wurde1808 aufgehoben und 1834 in Österreich wieder hergestellt. Der Haupt-zweck dieser Orden war die Pflege der Kranken und der Kampf gegendie Ungläubigen.

Besonders im 15. Jahrhundert sehen wir den deutschen Adel,sich gegen ihre Landesherrn verbinden und sind im Westen und Süd-westen Deutschlands eine Menge derartige Vereinigungen, wie die„Sohlegier," der „Georgenschild," die „Sterner," der „Löwen-bund" u. s. w. bekannt, die oft mit Erfolg ihren Fürsten Widerstandleisteten, während im Osten Deutschlands die Territorial-Gewalt derRegenten sich so zeitig befestigt hatte, dass z. B. die Quitzow's inder Mark und die „Eidechsen-Gesellschaft" in Preussen wenigErfolg hatten.

Die Kriegszüge dieser Adelsverbindungen gegen die Landesfürsten,Städte und deren Besitzungen sind es hauptsächlich, die ihnen den.Namen „Raubritter" verschafften. — Sie sind mit die Veranlassung,dass sich in den westlichen Theilen Deutschlands bis 1806 eine Mengekleine Staaten und reichsunmittelbare Städte erhielten, ja auch selbstdie Grafenbänke und die Ritterschafts-C antene, sowie dieGanerbschaften sind in manchen Beziehungen die Ueberreste dieserAdels-Verbindungen.

Von 1500 bis 1700 stand der Deutsche Adel meistens in einemLehnsverhältnisse zu seinen Landesherren, und hat haupt-sächlich die Errichtung der stehenden Heere die Verbindungen des