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Hand- u. Adressbuch der Geschlechtsverbände u. Stiftungen
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Gesclilechtsverbände und ihre Bntwickelung.

zu befestigen, mancherlei Verabredung für weiteren Ausbau der ge-wonnenen Beziehungen zu treffen, bietet es die Hülle und Fülle.

Das wir, die wir unseren hoben Begriff von der Bedeutung der„Deutschen Edelfrau" für die Adels-Reform vielfach allen kund-gegeben, auf das lebhafteste für ausgiefcigste Betbeiligung derDamen, wie an allen ethischen und materiellen Bestrebungen desStandes auch und in erster Linie für deren Erscheinen auf denGeschlechtstagen plaidiren, versteht sich von selbst. Einejährliche Wiederholung der Geschlechtstage erscheint uns nur beidenjenigen Geschlechtern opportun, deren, wir können sie in diesemFall nur beglückwünschen, Finanz- und Stiftungslage einejährliche Besprechung erfordert, oder welche bei der grossenZahl ihrer Glieder wenigstens stets für einen Theil die Gelegenheitoffen zu halten haben, sich vorzustellen und in die persönlicheGemeinschaft einzutreten. Zweifellos ist es, dass die gegenseitigeKenntnissnahme der' Statuten, Stiftungs-Einrichtungen,ja auch der die. einzelnen Geschlechtsverbände beherrschendenObservanzen sehr viel zur Förderung des inneren Lebens derVerbände beitragen würde. Die Fühlung, welche hie und dageeinte Geschlechter im Verkehr ihrer Vorstände durch Austauschvon Erfahrungen, gegenseitige Hilfsleistungen und Vermittelung ge-wonnen, hat sich in mehr als einem Falle bewährt. Man unterlassedarum nicht, eine solche anzubahnen, wo die Gelegenheit sichbietet, und erweitere auch auf diesem Wege den Kreis derBeziehungen, die der für das gesammte Standesleben soverhängnissvollen Entfremdung seiner Glieder entgegen wirkenkönnen. Wir können nicht umhin, als Schluss unserer Betrachtungenüber die Geschlechtsverbände und ihre Bedeutung für das Standesleben,noch ganz besonders auf das „Deutsche Adelsblatt" hinzuweisen.

Der Thatsache entsprechend, die wir bereits im Beginn dieserDarlegungen berührten, dass nämlich der Besitzstand der Ge-schlechtsverbände ein sehr verschiedener ist, dass derselbehier in gros sen Kapitalien, alten gut fundirten Stiftungen, jaselbst im Grundbesitz sich bewegt, dort hingegen herauswachsendaus ganz neuer Basis das Stadium des Sammelfonds und damit deräussersten Kindheit noch nicht überschritten hat, nehmen wir davonAbstand auf die finanzielle Ausgestaltung des Verbandwesens ein-zugehen. Wohl der Gemeinschaft, der auch das Budget aus historischemBoden aufwächst! Zahlreiche Geschlechtsverbände stehen mit demrealen Gebiet ihrer Thätigkeit noch mit beiden Füssen in der Zukunft,andere nähern sich, wenn auch langsam dem ersehnten Augenblick, indem es ihnen beschieden sein wird die Erste Ernte zu heimsen, das heisst