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Shakespeares Hamlet, Prinz von Dänemark
Entstehung
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hin zwischen einer hart an uns rückenden Aufgabe rein praktischerNatur und einer herkömmlichen Entwöhnung von Thun undHandeln entwöhnt gewesen" u. s. w.

Seien wir froh, daß der deutsche Genius vor dem letztenAkte des Trauerspiels sich noch aufraffte und an DeutschlandsSpitze ein geborener Kaiser trat, nicht halb so gelehrt undgeistreich, wie sein Vorgänger, aber der Mann auf dem Platz,der Herrscher, nach dem die Zeit seufzte. Hamlet wägt undwägt, aber er wagt nicht; erst wäg's, dann wag's warWilhelms I. Wahlsprnch, dem er im Frieden und in drei Kriegen,darunter einer mit dem Zwerg Dänemark, Ehre machte.Natürlich konnte Shakespeare bei seinem Hamlet nicht an Deutschland denken; denn bis zum 30jährigen Krieg, den er ja nichtmehr erlebte, waren wir ein Volk voll Lebensmuth und Lebens-frische, stolz und selbstbewußt, rasch zur That, gefürchtet undgeachtet in ganz Europa. Später wurde es anders. Dochwarum alte Wunden aufreißen? Gott schütze uns vor hamletscherGenialität und Geistesrichtung. Er gebe uns recht viele Männerwie Wilhelm I. und sein Enkel, der da ist ein Cäsar auf demThrone der Cüsaren.

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