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Shakespeares Hamlet, Prinz von Dänemark
Entstehung
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von dem fettleibigen und kurzathmigen Jakob, als von Essex,der ungeachtet eines gewissen Hanges zu schwermüthigem Grübelndoch eine glänzende, ritterliche, kriegerische Persönlichkeit war.

Was Dänemark betrifft, so kommt dies Land in der eng-lischen Geschichte jener Zeit mehrfach vor, Jakobs Stiefvater,Bothwell, ward von den Dänen gefangen genommen, Elisabethstand mit Dänemark in freundschaftlichem Verkehr. LauterElemente, aus denen sich Shakespeares Hamlet in seiner jetzigenGestalt bilden konnte. Daß im Grund England der Schauplatzdes Stückes sei, liegt in den Worten V, l:

Hamlet: Ei sol Warum haben sie ihn denn nach Englandgeschickt?

Erster Todtengräber:Nun, weil er toll war. Er sollseinen Verstand da wieder kriegen, und wenn er ihn nicht wieder-kriegt, so thuts da nicht viel,"

Hamlet: Warum?"

Erster Todtengräber:Man wirds ihm da nicht viel an-merken. Die Leute sind da ebenso toll wie er."

Ebenso ist das 66. Sonett des Dichters schon oft alsSeitenstttck zu Hamlet angeführt worden, ein Sonett, in demsich Shakespeare über den Verfall der Sitten nnd Künste bitterbeklagt.

Den Schluß des Trauerspiels erkläre ich mir aus Shake-speares banger Furcht, England möchte infolge des immer mehreinreißenden Verderbens zuletzt wohl gar die Beute eines fremdenEroberers werden.

Diese nicht wegzuleugnenden Zeitbeziehungen werden nunvon Vielen als nebensächlich betrachtet und, wenn überhaupt, sonur im Vorbeigehen oder gegen den Schluß angeführt. Aller-dings sollte freilich jedes Stück sich selbst erklären; wenn aberdies nicht der Fall ist, was dann? Bei keinem anderen Dramagehen die Ansichten der Erklärer weiter auseinander, als bei

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