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Franzose Belleforest bearbeitete die Geschichte in dem mora-lisirendem Geschmacke seiner Zeit und ließ sie unter der Auf-schrift ,,^vee sju«zI1«z rus« Mi clepnw tut roi «ieOannsnlark, vongsa la nrort ckö son pörs llorvöiniilis, oeei«pur Uengon sou krsrs" im fünften Baude seiner Novellen 1564erscheinein Ich glaube nicht, daß Shakespeare den lateinischenText des Saxo gekannt hat; wahrscheinlich hat er BelleforestsNovellensammlung vor sich gehabt. Die englische Uebersetzungdieser Novellen erschien erst 1608, nach dem ShakespeareschenDrama. Dieses hat verschiedene Wandlungen durchgemacht.Schon 1587 wird eine Hamlet betitelte Tragödie erwähnt, dieEinige dem Thomas Kyd zuschreiben, Andere für eine Jugend-arbeit Shakespeares halten; jedenfalls ist sie spurlos verschwunden.Im Jahre 1598 wird ferner eine Tragödie „Hamlet" als einWerk Shakespeares erwähnt. „Unsere Jugend," schreibt GeorgHarqey, ein Freund unseres Dichters, 1598, „ist ganz entzücktvon Shakespeares Venus und Adonis; allein seine Lucreziaund seine Tragödie vom Dänenprinzen Hamlet gefallen denklügeren und ernsteren Leuten mehr." Aus dieser ältesten Be-arbeitung mögen einzelne Stücke, wenn auch verderbt und ver-stümmelt, in die uns erhalten gebliebene Quartausgabe von 1663aufgenommen worden sein. Im Jahre 1604 erschien eine vielfachverbesserte Ausgabe des Stücks. Zu den wesentlichen Verän-derungen rechnet Bodenstedt nicht nur die Umwandlung ver-schiedener Namen, sondern namentlich die feinere Durcharbeitungund vollständigere Entwickelung des Hauptcharakters, die Um-stellung bedeutender Auftritte und endlich die bessernde Hand,welche durch das Ganze geht.
Betrachten wir nun Shakespeares Quelle, die in alleinwesentlichen mit Saxo übereinstimmende Erzählung des Belle-forest im Auszuge.
Horvendill, ein Statthalter von Jütland, macht sich durch
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