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Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
Entstehung
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nur links sieht man noch eine Partie der Oberschale, von welcher die nebenan ent-blösste unterliegende Schale in der Sculptur sich aufs deutlichste unterscheidet 1 ).

Die innere Yersteinerungsmasse bestellt in beiden Fällen ganz aus der dichtenKalksteinsubstanz des Gesteins, von der sich die lebhaft braun gefärbte und ziemlichdicke Schale, welche auf dem Querbruch zahlreiche winzige Kalkspathlamellen zeigt,sehr deutlich abhebt.

B. Ii i t u i t a e i m p e r f e c t i.

Lituites Declieni nov. sp.

Taf. II. Fig. 1. ac.

1771. Lituites: Knorii u. Walch , Naturgeschichte der Versteinerungen, Bd. III, p. IG 1 , Suppl.-Taf. IV. h. Fig 1.

Unter den verschiedenen Lituiten, die mir aus Geschieben des norddeutschenDiluviums sowie aus anstehenden Formationsgiiedern zu Gesicht gekommen sind, ragtdiese neue Art durch Eleganz der Form am meisten hervor. Es gereicht mir zu be-sonderer Genugthuung, sie nach Herrn Wirkl. Geh. Rath und OberberghauptmannH. vo.\ Dechen Excellenz, welcher zur Freude aller Geologen am 25. März d. J. seinen81. Geburtstag in voller Rüstigkeit gefeiert hat, benennen zu dürfen.

Die Art ist zunächst verwandt mit Lituites imperfectus Wahlenberg (Quenst.) 2 )aus dem Ehstländischen Orthocerenkalk und dem südlichen Schweden (incl. Oeland).In der Gestalt des Querschnitts und dem Verlauf der Anwachsstreifen stimmen beideziemlich überein; im Uebrigen aber zeigen sich die schärfsten specifischen Unterschiede.Der aufgerollte Theil des Gehäuses bildet zwei sich berührende Windungen und hat40 mm äusseren Durchmesser; in der Mitte bleibt eine Oeffmmg von nur 2 mm Dehrn,frei. Diesen Grössenverhältnissen gegenüber hat der freie, stark sichelförmig gekrümmteArm die bedeutende Länge von 8,5 cm oder 3V 4 Zoll, der Krümmung nach in derMittellinie einer der Seitenflächen gemessen, und ist dabei nicht einmal in seiner ganzenLänge erhalten, da das obere Ende ringsum abgebrochen ist; anfangs entfernt er sichbis auf eine Erstreckung von 20 mm nur langsam von der Spirale, von da ab jedochrasch. Der Querschnitt hat im Allgemeinen die Form einer Ellipse, deren kleine Axedem Abstand zwischen Rücken und Bauchseite entspricht; demgemäss sind die Seiten-flächen am stärksten gewölbt, und in dem aufgerollten Theil wird der Rücken selbst

') Diese von Herrn Duval gezeichnete Figur veranschaulicht am besten das Aussehen derdurch Ringwellen mit aufliegenden stärkeren Streifen charakterisirten oberen Schale.

2 ) Petrific. Teil. Suec. p. 84; Quenstedt , Cephalopoden, p. 51, T. II. Fig. 17; C. Lossen , Zeitschr.d. deutsch, geolog. Ges., XII. p. 21.

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