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Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
Entstehung
Seite
231
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Deutlicher noch als bei dem vorstehend betrachteten Exemplar zeigt sich dieverschiedene Beschaffenheit der oberen und der unmittelbar unterliegenden Schale beieinem zweiten Stücke (Fig. 5), das mit jenem zusammen gefunden wurde und einenkleineren Theil der Krümmung mit dem gegen die Bauchseite schwach zurückgehogenengestreckten Arm umfasst. Auf der tieferen Schalenlage treten, während die Streifender Oberfläche verschwunden sind, die Ringwellen desto schärfer hervor; der Sinus,welchen sie auf dem Rücken bilden, wird hier auf beiden Seiten durch eine Längsfurchebegrenzt, an die sich dann an den mit den Seitenflächen gebildeten Kanten eine er-habene Linie anschliesst. Die ganze Sehalensculptur erinnert ausserordentlich an dieweit jüngere Clymenia undulata münster, und merkwürdigerweise auch an gewisseFormen des im Uebrigen durchaus abweichendem Cephalopoden-Geschlechtes Goniatites(Goniat. Dannenbergii Beyr . aus dem unterdevonischen Orthoceras - Schiefer vonRupbach in Nassau). Man sieht ferner, wie die feingestichelten welligen Linien derUnterschale auf den Seitenflächen mit starker Neigung, von der Bauchseite zum Rückenabfallend, schräg über die Wülste hinweggehen. Bei dem nämlichen Fragment lässtsich auch die Zunahme des geraden Theils in der Breite genauer messen; dieselbe istgleichfalls bedeutend und wird ungefähr durch den Bruch % ausgedrückt (am oberenEnde wächst die Breite auf 30 mm Länge von 18 auf 24 mm). Weniger gut ist andiesem Theil das Wachsthumsverhältniss zwischen Bauchseite und Rücken festzustellen,doch kann es wenigstens annähernd auf i / i abgeschätzt werden.

Es ist leicht möglich, dass Reste von Lituites Hageni ab und zu schon in nord-deutschen Geschieben beobachtet, aber wegen der fragmentarischen Erhaltung nichtals eigenthümlich erkannt worden sind. Hat man, wie es fast immer der Fall ist, einBruchstück des gekrümmten Theils aus der letzten Windung vor Augen, so mag beiflüchtiger Betrachtung an einen Lituiten zunächst nicht gedacht werden, die äussereForm hat dann viel Aehnlichkeit mit Cyrtoceras oder Gyroceras. An Folgendem istaber auch unter solchen Umständen Lituites Hageni sicher zu bestimmen: die Schalezeigt in der Sculptur, abgesehen von dem tieferen Rückensinus der Streifen, alle wesent-lichen Merkmale von Lituites lituus und perfectus, ist jedoch von ungleich grösserenDimensionen. Eher könnte bei einem isolirten Fragment der inneren Umgänge, dieich aber noch nicht beobachtet habe, eine Verwechslung vorkommen.

Vorkommen. Die beschriebene Art habe ich zuerst in einem grösserenplattenförmigen Geschiebe des fleckigen Orthocerenkalks (S. 199) kennen gelernt,welches von meiner Frau in der grossen Kiesgrube am Balmhof Eberswalde gefundenwurde. Dasselbe enthielt 2 Exemplare dieses Lituiten, und zwar die beiden meiner Be-schreibung zu Grunde liegenden Stücke, von denen ich das an zweiter Stelle be-sprochene dem Berliner paläontol. Museum übergeben habe. Von sonstigen Versteine-rungen fanden sich darin Orthoceras duplex Wahlenb ., ein hübsches Exemplar von