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Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
Entstehung
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Birkenabtheilungen, in reine Eichenorte umgewandelt. Dies geschah im Allgemeinennach Abräumung des Birkenbestandes durch recht gelungene Eichensaaten, für welchedie Bodenbearbeitung mittelst des Wald- und Untergrund-Pfluges stattfand. Auf einerkleinen, sehr graswüchsigen Fläche ist versuchsweise der Boden für die Saat durchbandweises Riolen nach der in der Yeluwe auf heidwüchsigen Stellen üblichen Weiseso hergerichtet worden, dass die obere Bodenschicht in die Mitte zu liegen kam. Diesesehr theuere Bodenbearbeitung bewirkt zwar einen etwas schnelleren Wuchs der Eiche,welcher jedoch in keinem Yerhältniss zu dem Mehraufwand gegen die durch Pflugarbeithergestellte Bodenverwundung steht. In den Jahren, in welchen es an Saateichelnfehlte, wurden die Abtriebsflächen mit Eichenstummel-Pflanzungen cultivirt. Zu denbereits seit längerer Zeit als Schälwald bewirthschafteten, im Schutzbezirk Liepe be-legenen Flächen von 26 Morgen (6,6 Hectar) sind durch die vorerwähnten Kulturen40 Morgen (10 Hectar) hinzugetreten, während der Birkenbestand im Jagen 141 f mit61 Morgen (16 Hectar) in einen gemischten Kiefern- und Eichen-Ort umgewandelt ist.Durch weitere Umwandlung der noch im Jagen 140 und 150 vorhandenen Birken-Ab-theilungen wird der Eichenschälwald eine Ausdehnung bis auf 100 Morgen (26 Hectar)Grösse erhalten, dessen Bewirthschaftung im 20jährigen Umtriebe stattfinden soll.

Demnächst ist auch aus den Erlenbeständen der Schutzbezirke Liepe und Chorin einbesonderer Erlenniederwaldblock von 334 Morgen (84 Hectar) Grösse gebildet, welcherseit dem Jahre 1861 bei 40jährigem Umtriebe in 5jährigen Schlagcomplexen bewirth-schaftet wird, während die übrigen Erlenniederwaldorte den angrenzenden Hochwald-beständen im Betriebe angeschlossen sind.

Reine Eichenhochwaldorte sind nur in geringer Ausdehnung, im Ganzen aufeiner Fläche von 108 Morgen (27 Hectar) vertreten. Im Jagen 80a, dem sogenanntenEichelcamp, von 72 Morgen (18 Hectar) Grösse ist damit begonnen, den Lichtungshiebeinzulegen und hat zugleich behufs vergleichender Versuche ein Unterbau mit Hain-buchen, Buchen und Fichten stattgefunden. Der Lichtungshieb, verbunden mit demUnterbau, wird nach und nach auf der ganzen Fläche durchgeführt werden, welche diereinen Eichenbestände einnehmen.

Dies sind im Ganzen die wesentlichsten Veränderungen, welche in den Cultur-verhältnissen des Forstreviers Liepe stattgefunden haben, sie dürften zur Genüge denNachweis liefern, dass die Einwirkung der Forstacademie auf die Wirthschaft keineungünstige gewesen ist.

Ausserdem wird die Mannigfaltigkeit der hier berührten Verhältnisse, mit Hin-blick darauf, dass auch umfangreiche Kiefernbestände auf allen Bodenklassen die De-monstration der für diese Holzart erforderlichen Wirthschaft gestatten, die Wahl desReviers als Lehrforst gewiss rechtfertigen.