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Julius Theodor Grunert 1 ), geboren am 31. Januar 1809 zu Halle, studirteauf der dortigen Universität Naturwissenschaften, war 1831/32 1 Jahr lang in derForstlehre beim Oberförster Krüger zu Oderberg (Oberförsterei Liepe), — besuchte dieForstakademie zu Neustadt-Eberswalde von Ostern 1832 bis Herbst 1833, verfolgteseine weitere Ausbildung auf der Universität Halle durch das Studium der Staats- undRechtswissenschaften, bestand 1836 das Oberförsterexamen, wurde im RegierungsbezirkMerseburg mit Forst-Yermessungs- und -Abschätzungsarbeiten beschäftigt, legte 1838die Feldmesserprüfung ab, wurde nach Ablehnung einer Berufung als Docent der Natur-wissenschaft und Forstwissenschaft an der landwirthschaftlichen Akademie zu Eldenaim December 1839 mit der Verwaltung der Forstassessor-Stelle bei der Regierung inKönigsberg beauftragt, im September 1843 zum Oberförster in Neu-Glienicke, Reg.-Bezirk Potsdam ernannt, — im April 1846 zum Forstinspector bei der Regierung inDanzig befördert, 1849 mit der commissarischen Verwaltung der Oberforstbeamten-Stelle bei der Regierung in Cöslin beauftragt, die ihm nach Ernennung zum Forst-meister 1850 übertragen wurde, 1851 als Oberforstbeamter nach Danzig A r ersetzt, 1854daselbst zum Oberforstmeister ernannt. Im Herbst 1859 übernahm Grunert die Director-stelle bei der Forstakademie Eberswalde, welche ihm die zweckmässige Regelung derBefugnisse des Directors bei der Verwaltung der Lehrforsten (Regul. vom 28. Januar1861), die Anlage ausgedehnter Streu-Versuchsflächen, die Einrichtung des ChorinerForstgartens (1862), die Ausarbeitung eines neuen Regulativs der Forstakademie(1864) und der seither fehlenden Statuten für die Studirenden (1866), die Theilung derStudirenden in zwei Studien-Abtheilungen und die Einführung einer zweckmässigerenStudienordnung, die Begründung einer Professur für Chemie, Physik, Mineralogie undGeognosie (1866) und die räumliche Erweiterung der Forstakademie sowie die Her-stellung eines chemischen Laboratoriums (1866) verdankt. Nach '7 jähriger Wirksamkeitbei der Forstakademie erfolgte auf wiederholten Antrag Grunerts im Herbst 1866dessen Versetzung nach Trier, wo derselbe bis zu seinem Ausscheiden aus dem Staats-dienste (1878) an der Spitze der Regierungs-Forstverwaltung stand.
Die von Grunert herausgegebenen Schriften sind:
Forstliche Blätter 14 Tiefte 1861/1869, — seit 1872 neue Folge, bis 1876 von Grunert
und Leo, seit 1877 von Grunert und Borggreve;die Lohhecken im Regierungsbezirke Trier 1868;der Preussische Förster 1869;
Forstlehre 1872, 2. Aufl. 1876;
Jagdlehre 1879.
Bernhard Danckelmann, Sohn des 1847 verstorbenen Forstmeisters Danckel-
') Siehe dessen Autobiographie in Batzeburg's Schriftsteller-Lexikon S. 208.
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