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Dr. Brefeld stand, haben sich auf eine grosse Anzahl von werthvollen Untersuchungenerstreckt, welche theils die Physiologie und Pathologie der Holzgewächse, theils phy-sikalische Eigenschaften des Plolzes und waldbauliche Maassregeln betreffen. Der un-ermüdlichen Forscher - Thätigkeit Hartigs ist eine erhebliche Bereicherung unseres Wis-sens, namentlich auf dem Gebiete der Pathologie zu verdanken.
Die hauptsächlichsten der von demselben gelieferten Arbeiten sind folgende:
Auf physiologischem Gebiete wurden Entrindungsversuche an Kiefern und Unter-suchungen über die Rinde-, Bast- und Borke-Bildung der Kiefer angestellt. Die um-fangreichen pathologischen Untersuchungen haben eine Reihe von Holzkrankheiten um-fasst, die theils durch Pilze (Agaricus melleus, Trametes Pini, Trametes radiciperda,Aecidium Pini, columnare und abietinum, Caeoma pinitorquum, Caeoma Laricis, PezizaWillkommii, Hysterium macrosporum, Hysterium nervisequium, Melanospora salicina, Po-lyporus fulvus, vaporarius, mollis, borealis, sulphureus, igniarius, Hydnum diversidens,Telephora Perdix, Stereum hirsutum, Nectria ditissima, Peronospora Fagi u. s. w.), theilsdurch Bodenzustände, Frost, Insecten (Lachnus exsiccator, Chermes Fagi), Pflanzen(Loranthus europaeus) herbeigeführt und zum grössten Theile in zwei Werken von Hartig:„Wichtige Krankheiten der Waldbäume 1874" •— und„Die Zersetzungserscheinungen der Nadelholzbäume und der Eiche 1878"veröffentlicht sind.
Auf die Eigenschaften des Holzes bezogen sich Untersuchungen über das spe-cifische Trockengewicht, den Wassergehalt und das Schwinden des Kiefernholzes. Indas waldbauliche Gebiet reichten hinüber die in dem zweiten der angeführten Werkeveröffentlichten Untersuchungen über Eichen-Aestungen in den Lehrforsten der Forst-akademie.
Sehr ergiebig sind endlich die Arbeiten der unter der Leitung des ProfessorsDr. Altum stehenden zoologischen Abtheilung des Versuchswesens gewesen.
Die hauptsächlichsten Arbeiten bestanden in der Erforschung der Lebensweiseund der forstlichen Bedeutung von waldschädlichen Thieren, unter anderem von denMäusen (veröffentlicht in der Schrift „Unsere Mäuse in ihrer forstlichen Bedeutung1880"), von den Spechten (veröffentlicht in der Schrift „Unsere Spechte und ihre forst-liche Bedeutung 1878"), — von Eichhorn, zahlreichen Insecten (u. a. Nonne, worübersich die Abhandlung „Ueber die Folgen des letzten Nonnenfrasses" in der Jubelschriftder Forstakademie verbreitet, — vom grossen grauen Rüsselkäfer, vom Kiefernstangen-rüsselkäfer und anderen Rüsselkäfern, ferner mehreren Arten Schnellkäfern, dergleichenPrachtkäfern, von einer zweiten Kiefernsaateule (tritici), einer neuen Buchenrindenlaus(Lachnus exsiccator), einer neuen Baumlaus (L. longirostris), Kiefernrindenwanze u. a.), inder Erprobung von Vorbeugungs- und Vertilgungsmitteln gegen waldschädliche Thiere(Antheeren gegen Kiefernspinner, Nonne, Wild) — endlich in morphologischen und phy-