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Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
Entstehung
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Verwalter des ihm anvertrauten Forstreviers. Aus dieser Berufsstellung ergab sich dieUnterrichtsaufgabe. Der Unterricht sollte einerseits die Theorie des forstlichen Betriebesin ihrem ganzen Umfange zum Verständnisse bringen und andererseits die Grundsätzeund Regeln der Verwaltung in so weit lehren, als sie in dem Wirkungskreise desOberförsters zur Anwendung gelangen. Zur Ausbildung für die höheren Verwaltungs-stellen wurde als Regel das Studium der Staats- und Rechtswissenschaften auf einerUniversität bis zum Jahre 1850 gefordert und seitdem empfohlen.

Aus der Unterrichtsaufgabe ergaben sich die Gegenstände des forstlichen Unter-richts. Sie erstreckten sich auf die forstlichen Fachwissenschaften im Bereiche desBetriebes und der Verwaltung, auf die Grundwissenschaften (Naturwissenschaften, Ma-thematik, Wirtkschaftslehre), aus deren Anwendung sich die Fachwissenschaften aufbauen,und auf Nebenwissenschaften, welche mit dem Betriebe und der Verwaltung des Forst-wesens in Verbindung stehen (Jagdkunde, Wegebaukunde, Rechtskunde).

Die Gliederung, in welcher diese Hauptzweige des Unterrichts vorgetragen wurden,hat vielfach gewechselt. Eine Uebersicht über die Entwickelung in dieser Beziehung ge-währen die weiter unten mitgetheilten Unterrichtspläne von 1838/1840 und von 1878/1880.

Ein durchgreifender Unterschied in dem UnterrichtSprincip , welches auf derForstakademie Eberswalde beobachtet worden ist, gegenüber dem Unterrichtsprincip, ,welches für die Universität in Anspruch genommen wird, besteht in dem Umfange desUnterrichts in den Grundwissenschaften. Dieselben sind in einem nach dem Bedürfnisseder Fachwissenschaft bemessenen Umfange vorzutragen. Dies Princip, das Unter-_ richtsprincip der Fachschule, ist in der Auswahl des Lehrstoffs, in der Dauer derUnterrichtszeit, in der Einrichtung der Sammlungen strenge durchgeführt, hat auf dereinen Seite zur Beschränkung, auf der anderen Seite in den durch das forstlicheBedürfuiss angezeigten Richtungen zur Vertiefung geführt, ist überall von demBestreben einer wissenschaftlichen Begründung und Durchdringung des Unterrichtsbegleitet gewesen, und hat den Erfolg gehabt, gründliches Wissen zu vermitteln, derHalbwisserei entgegenzuwirken und für die Maassregeln des forstlichen Betriebes einegediegene Grundlage zu verschaffen. Thatsächlich ist dies Princip auch bereits zurZeit des forstlichen Universitätsunterrichts in Berlin von 18211830 befolgt, ohne dassdaraus indessen eine befriedigende Ausbildung der jungen Forstleute hervorgegangenwäre. Der Grund für die Unzulänglichkeit dieses Erfolgs lag in zwei Dingen, einmaldarin, dass die Universitätsprofessoren die forstlichen Bedürfnisse nicht kannten, mithindem Unterricht, namentlich in den Naturwissenschaften, nicht die auf das Forstfachbezügliche Richtung zu geben im Stande waren und andererseits darin, dass der regel-mässigen Anschauungsunterricht im Walde, der auch auf naturwissenschaftlichem Gebietevon grosser Bedeutung ist, fehlte.

In der unmittelbaren, nicht blos gelegentlichen, sondern planmässigen und häufigen

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