übrigen 20 Wispel sind Aus dem Amt Liebewalde sind noch
nach Benlm auf den itj mr* i tt r i tt t
7 - 7 . ' zu fordern 83 Wispel Hafer und 9 Wispel
Muhlennof verliehen wor- r
den nach Georg Meiers Gerste nach des Kornschreibers Abrechnung.
Quittung; die 83 Wispel Gegeben zu Königsberg den 26. No-
Ilaber und 9 Wispel vember IÖ42 _
Gerste restiren noch.
(g ez -) Jobst Gerhardt von Hertefeld.(L. S.)
Dieses eigenhändig geschriebene Verzeichniss, welches unseinen Blick in die Vermögenslage Jobst Gerhard's im Jahre 1642— also noch während der Dauer des 30jährigen Krieges —gewährt, ist nach vielen Richtungen hin bemerkenswerth.
Wir haben dasselbe aus dem Styl der Zeit nebst ortho-graphischen Fehlern und in seiner nicht ganz correkten Ausdrucks-weise in das Deutsch unserer Tage übertragen. Dass JobstGerhard im Drange der kriegerischen Ereignisse weniger einMann der Feder (wie sein Vater Stephan), als ein Mann derThat war, haben wir bereits an anderer Stelle ausgesprochen.
Schon der Ort, an dem das Verzeichniss aufgestellt wurde,Königsberg, eröffnet uns eine Perspektive für das Leben, zu demJobst Gerhard berufen war. Im Jahre 1640 hatte der grosseKurfürst die Regierung angetreten und wir wissen, was derselbefür die landwirthschaftliche Erschliessung der Provinz Preussen that.Darum kann es uns nicht Wunder nehmen, wenn den Oberjäger-meister sein Amt im Jahre 1642 in das Land hinauf führt, welchesebenso der Befreiung vom Raubzeug als der landwirtschaftlichenEntwicklung bedurfte.
Der Zusammenhang des Oberjägermeisters mit der ProvinzPreussen kennzeichnet sich dadurch, dass er aus dem Amte Ins ter-burg sein Gehalt als preussischer Jägermeister bezieht und schondamals das Amt Loclistädt zugewiesen erhalten hat, dem sich späterLinkuhnen undSalau zugesellten, als Pfand für Gelder, die er dem Kur-fürsten in der Bedrängniss der leeren Staatskassen vorgeschossenhatte.
Aus Amt Insterburg erhält er laut, Verzeichniss 1100 Thaler.Loclistädt scheint ihm 1642 noch nichts getragen zu haben, aber wir