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traten. Junker Fuirden wurde zum Widerruf gezwungen, den er am28. Oetober 1668 vor den Junkern Everhard von Retraedt zu Be-rendonk und Winand de Brupn zu Steeg leistete. Diese Demüthi-gung führte zu neuen Feindseligkeiten; die Fuirden suchten nach einerGelegenheit, ihrem Aerger Luft zu macheu. Es mar am Abend des28. Januar 1671, als die beideu Fuirden mit ihrem Neffen Danielvon Horn genannt Goldschmidt im Dorfe zu Capellen „beim blindenWirthe" zechten und erfuhren, daß sich auch Junker Horst im Dorfebeim Wirthe Dreessens befände. Sofort brachen sie, mit Degen be-waffnet, dorthin auf. Sie fanden auch den Junker Horst und such-ten auf jede Weife mit ihm anzubinden. Nachdem sie ihn längereZeit vergebens gequält hatten, forderte ihn der ältere Fuirden frisch-weg auf Degen. Horst wich aus; er gab vor, keinen Degen bei sichzu haben und suchte, trotzdem sie ihn einen Feigling und Hundsfothnannten, zu entkommen. Die Fuirden aber merkten dies, verfolgtenihn mit einem Schanzenknüppel, holten ihn noch im Hause ein, war-fen ihn zu Boden, zersausten sein Haar und schlugen, nachdem siezuvor alle Lampen im Hause ausgelöscht hatten, wacker auf ihn los.Erst als auf das Hülferufen der übrigen Gäste viel Volk herbeieilte,ließen die tapfern Spießgesellen von ihrem Opfer und machten sichaus dem Staube. Der Drost Freiherr von HoenSbroech machte denSchuldigen den Prozeß. Sie wurden nach langem Hin- und Her-schreiben Ende 1673 vom Gerichte Wetten zu einer Ehrenentfchädigungund in die Kosten verurtheilt, welches Urtheil auf des Drosten Ein-sprache durch den Hof von Gelderlnnd 1670 dahin erweitert wurde,daß Franz Bernard von Fuirden, der mittlerweile Soldat geworden war,nur der Kosten beider Instanzen, Dionis Rudolph von Fuirden1660 Gulden und die Kosten und Daniel Horn 150 Goldguldenund die Kosten zahlen mußten. Für Erster» betrugen die Kosten200 Gulden 4 Stüber 7 Deniers').
Zehn Jahre nachher mußte das Gericht von Wetten gegen Wil-helm von der Horst, den Sohn des vielgenannten Junkers Horst, ein-schreiten. Am 16. Oktober 1689 befand dieser sich im Hause einesgewissen Gerard Broekmans zu Wetten in Gesellschaft des dortigenPastors. Sie geriethen miteinander in Wortwechsel, der mit Schimpf-reden endete. Wüthend verließ Junker Horst die Stube, suchte eineandere in einem Nebenzimmer sitzende Gesellschaft auf, erzählte hierdas Vorgefallene und zog in der rohesten Weise über den Pastor herund erklärte schließlich, „der Pfaffe sei nicht werth, daß er mit ehrlichen
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