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nnng der Concubine und vernrtheilten ihn, als diese nicht erfolgte, zurZahlung von 50 Goldgnlden: er zahlte diese Strafe, aber behielt diePerson bei sich. Das Gericht mußte im folgenden Jahre die Strafewiederholen, um ihn zur Entfernung von Jenneken, die 14 Jahre inseinem Hanse gelebt hatte, zu vermögen, was denn auch 1372 geschah').
Junker Dedcrich Wilhelm war auch sonst ein gar tugendhafterMann. Er verpachtete 1057 seinen Acker an einen gewissen JohannSchaßberg. AnS ganz nichtigen, um nicht zn sagen, schlechten Grün-den warf er den Pächter bei voller Erndte vor die Thüre und zogdie Erndte ein: eine einfache Weise, zu erndten ohne zn säen").Kurz nach dieser Affaire wurde er von der Frau des Pächters inarger Weise beleidigt, worüber er sich vor Gericht wie folgt beklagt:„Die Frau habe sich gelüsten lassen, ihn vorlängst in: vollen Gerichtund bei gespannter Bank zn beschimpfen und ihm mit gramem Mathund wohlvorbedachtem Sinn vorzuwerfen, er habe ihr Pferd umge-bracht, bei welcher mündlichen Injurie er auf's höchste an seiner ad-ligen Ehre, seinem Namen und Rufe sich verletzt fühle, nicht geden-kend, solches um alles Gut der Welt zn ertragen, vielmehr sei erdes Vorhabens, dasselbe mit Gut und Blut zn defendiren" H.
Es ist nicht bekannt, ob er diesem feierlichen Gclöbniß gemäßgehandelt, und der hülflvsen Bauersfrau gegenüber seine Ehre mitGut und Blut hergestellt hat!
Denselben Junker Dederich Wilhelm von der Horst finden wiram 7. August 1003 in Gesellschaft der Junker Adolf de Brnyn,Hermann Bernnrd von Borst, Cäsar Hendrik Otto von Borst und derBrüder Franz Bernard und Dionis Rudolph von Fuirden beim Jun-ker Savelant ans Hoenselaer. Ohne Zank und Streit ging es beisolchen Gelegenheiteil nicht; auch diesmal geriethen Horst und FranzBernard von Fuirden aneinander, dieser warf jenem eine ganze Aus-lese von Schimpfwörtern an den Kopf, nannte ihn einen Bastardund erklärte schließlich: „Junker Horst auf der Dierforth sei nichtwerth, daß ein ehrlicher Mann mit ihm ans einem Glase saufe".Als nun Junker de Brunn seinen Verwandten Horst gegen dieseSchmähungen in Schutz nahm, zog Fuirden den Degen. Der Haus-wirts) Savelant legte sich nun in's Mittel, nahm dem Wüthcndenden Degen ab, konnte aber nicht verhindern, daß sie auf einanderlosfuhren und sich so lange rauften, bis die klebrigen dazwischen
') Archiv Huag u. Ger. Prot, im St.-A. zu Geldern,'tz Ger. Prot, im St-.N. zu Geldern.
") A. a. O.