Druckschrift 
2 (1853) L - Z
Entstehung
Seite
13
Einzelbild herunterladen
 

GRAFEN V. I.ASBERG.

13

Grafen v. Lasberg.

(Ewnmjcltfd). ©cflcrreid).

Wappen: Schild dreimal der Lange nach und einmal qnergetheiit, alsoSfeldrig. 1 und (i quer und in der unleren lliilftc der Länge nach gel heilt, obenschwarz, unleri rechts rotli, links silbern ohne liild; 2 und 5 in Illau ein gold-farbiger, ganz entblätterter, abgedorrter Baum auf lettigem Boden (Venkli v. Leutz-mannstorf, Loizmannsdorf); 3 und 8 quer getheilt, oben rotli ohne Bild, untensilbern mit einer rothen aufsteigenden Spitze (Stammwappenl; 4 und 7 in Schwarzein schwebendes goldenes Dazeukreuz. Auf dem Schilde erheben sich vier gekrönteHelme. Der rechte Helm trägt einen mit den Sachsen einwärtsgekehrten, geschlos-senen, blauen, mit dem goldfarbigen abgedorrten Baume belegten Adlcrsflug; derzweite einen rothen altfränkischen Hut mit schwarzer Sliilpe, auf dessen Spitzeein Busch Pfauenfedern mit einem goldenen Bande, dessen Enden an beiden Seitenherabfliegen, angebunden ist; der dritte Helm einen rothen Spitzhut mit einerStülpe von weissem Pelzwerk und an der Spitze mit sechs silbernen lteiherfedernbesteckt, von denen drei sich rechts, drei links wenden, und der linke Helm einendie Sachsen einwärtskehrenden gesclilossenen schwarzen Flug, welcher mit demgoldenen Dazenkreuze belegt ist. Die Decken des rechten Helmes sind golden,silbern und Bläu, die des zweiten und dritten roth, silbern und schwarz, und diedes linken golden und schwarz. Mit dem Dazenkreuze im 4. Felde scheint nachSiebmacher (III, 45.1 schon das adelige v. Lasbergschc Wappen vermehrt wordenzu sein. Es gehören daher der rechte und zweite Helm zu dem Venkli v. Leutz-mannstorfschen, der dritte und linke zum Lasbergschen Wappen.

Die Grafen v. Lassberg stammen aus einem der ältesten, ursprüng-lich österreichischen Adelsgeschlechler und haben ihren Namen: Lass-herger, später v. Lassberg, von ihrem ehemaligen Sitze, dem jetzigen,zur Herrschaft Freisladt im Muhlkreise gehörigen Marktflecken Lassherg.Schon seil über 500 Jahren haben Glieder der Familie ansehnlicheEhrcnslellen am österreichischen llofe bekleidet. Hainrich der Lasshergerkommt 1323 als Zeuge vor; Johann oder Hans v. Lassherg warRudolphs IV. Erzherzogs zu Oeslerreich Kammermeister und wird alsKöster Camerae Magister, Unser Cammermeister nebst anderen Grafen,Herren und Ständen" 1362 und 1364 als Zeuge aufgeführt, und Ulrich,welcher schon 1356 zeugte, Carl, Benusch und Hans die Lassherger