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Margaretha Ebner und Heinrich von Nördlingen : ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Mystik
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350 ANMERKUNGEN

früh wurde)) Botenanstalten errichtet. So war besonders die Botenanstalt

der Pariser Universität berühmt, welche die Verbindung der an ihr Stu-dierenden mit ihrer Heimat unterlialten sollte. Die älteste Botenordnungist die 1555 vom Eath der Stadt Augsburg f/ef/el/ene, vgl. Kränzler DieAugsburger Botenanstalt in der Zeitschr. für Schwaben und Neuburg 3,

297—307. — Als einfacher Brief Vermittler und Bote zwischen Basel undMedingen erseheint in unserer Briefsammlung wiederholt Chursor, derKursor, unser Kursor ohne weitere Bezeichnung (XXXIV, 9G. XXXIX,21. XL, 64. 84. 95. XLlIt, G4. XLVI, CO. 83. XL VII, 65. XLIX, 29.LT, 37. LIT, 65.), so dass man namentlich wegen der einfachen Nennung'Kursor glauben wachte, Kursor sei der Name des Betreffende» gewesen.Der an unserer Steile allein begegnende Herr Knrssor von Würzburgist auf keinen Fall mit obigem Kursor, der nur in Heinrichs BaslerBriefen begegnet, zu identifizieren. Erwähnt sei noch, dass um 1400 einDominikaner der Cursor von baisel in dem, Kloster dieses Ordens zuStrassburg gegen die Ketzer predigte and viel Aufsehen erregte, Zs. f. ä.bist. Theologie 10 (1840), 1 Heft, 156; liier und vielleicht auch an unsererStelle ist Cursor ein akademischer Titel, vgl. Du Gange-Henschel 2, 720"Cursor bibliae, qui bibliam iis, qui cursum theologicum percurrunt,explicat, wo noch, weitere Bedeutungen dieses Terminus angegeben sind.

35 Stetten vgl. XXVI, 30. XXIX, 41. ME 116, 23. Die Kircheoder Kapelle im Weiler Stellen, 3 /i St. nö. von Medingen, war der heil.■Jungfrau Maria geweiht (daher Frauen-Stellen oder Maria-Stetten).Schon in der zweiten Hälfte des 13 Jahrhunderts war das Einkommender Pfründe so gering und der Ort so verödet, dass sich ein eigenerGeistlicher dort nicht wehr halten konnte. Daher stellte (kr AugsburgerBischof Hartmann (1218—1286) die Kini/e und den Weiler Stettenunter die geistliche Obsorge des Pfarrers von Medingen. BiscJtof Hein-rich von Schöneck (1337—1348) wendete dem Kirchlein zu Stellen einebesondere Sorgfalt zu, conseerierte es, nachdem es wahrscheinlich damalsneu gebaut worden war. mit eigner Hand und übergab es dem KlosterMedingen (Urk. vom 1 Mai 1345) unter der Auflage, einen Geistlichenzu halten, der zu Stetten wöchentlich wenigstens dreimal die heilige Messelese. Am 18 März 1345 hatten zu Avignon 12 Bischöfe den Besucher))und Wolthätern der Frauenkapelle zu Sielten Ablässe ertheilt. Vgl.Stachele BA 3, 155/. — zu der bett ist mir nicht recht verständlich;es scheint sich um mehr als um die Ausübung des Gottesdienstes in derStetteuer Kapelle, zu handeln, vgl. XXIX, 41.

36/. Scheppach, Scharenstetten Anm. zu I, 40.

40 miner fraun. Gemeint sind wol die beiden Schwestern (Gräfinnenvon Oraisbach? vgl. 26 mit der Anm.) in Niederschönenfeld.