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2 (1853) L - Z
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GRAFEN V. ZEPPELIN.

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Sehr altes meklenburgisches und pommerisches Adelsgeschlecht, inwelches später der Reichsgrafenstand gekommen ist. Dasselbe hattewahrscheinlich gleichen Ursprung mit der im 17. Jahrhundert erloschenenmeklenhurgischen Familie v. Bützow, und man nimmt als Stammgut dasgleichnamige Gut, auch : Zepelin, Zeplin im grossh. meklenh.-schwer. AmteRibnilz an, welches in fremde Ilände kam, worauf Appelhagen im AmteGüstrow als Stammgut genannt wird. Hinricus de Zeppline erscheinturkundlich 1308. In der zweiten Hälfte des 17. und in der erstenHälfte des 18. Jahrhunderts findet sich die Familie auch in Dänemarkblühend. Von Melchior Johann Christoph , gest. 14. Oct. 1782 zuGüstrow, kurhraunschw. Rittmeister, stammte aus der Ehe mil FriederikeCharlotte v. Walsleben: Johann Melchior , welcher von Neuem Glanzund hohe Bedeutung in die Familie brachte. Derselbe, geb. 15. Oct.1766, gest. 14. Juni 1801, kam als Edelknabe an den herz, meklenb.Hof und wurde dem damaligen Prinzen v. Württemberg, nachmaligenKurfürsten und König Friedrich I., empfohlen, welcher ihm bald seineganze Gewogenheit schenkte und ihn zum Adjutanten und steten Begleitererwählte. Als der Prinz 1786 aus k. russ. Diensten trat, verbliebv. Zeppelin treu bei demselben, und das Band zwischen Beiden wurdeimmer fester und unzertrennlicher: er war des Fürsten steter Gefährte,wenn nicht ausserordentliche Bestimmungen, besonders Sendungen angrosse Höfe, denselben entfernten. So erwählte sein fürstlicher Freund,damaliger Kronprinz, ihn zum Werkzeuge der gewünschten Verbindungmit der Kronprinzessin von Grossbritannien, und am kaiserl. Hofe inWien arbeitete derselbe für die glänzendste Erhöhung des württem-bergischen Fürstenhauses. Johann Melchior wurde vom Kaiser Franz II.18. Sept. 1792 in den Reichsgrafenstand erhohen, und vom Herzogebei dem Antritte der Regierung, 1797, zum Staats- und Confercnz-minister, und 1799 zum Präsidenten des Geheimen Raths ernannt. Somitwar die höchste Stufe der Ehre und Wirksamkeit erreicht, welche jeein würltemb. Unterlhan erreichen kann, da endete plötzlich 1801 eineheftige Krankheit das Leben. Der Herzog liess demselben auf demFriedhofe zu Ludwigsburg den bekannten Todlen-Tempel mit der Auf-schrift:Dem vorangegangenen Freunde" errichten, und im Lande wurdeallgemein der Tod eines Mannes betrauert, dessen edles Herz so warmfür das Land gesehlagen hatte, wie das dankbare Herz des Landes fürdenselben stets schlug. Aus der Ehe mit Wilhelmine Freiin v. Dalwigk,venu. 2. Jan. 1787, hinterliess derselbe einen Sohn, Graf JohannFriedrich Carl , und eine Schwester, Gräfin Wilhelmine. Letztere, geb.8. Jan. 1791, vermählte sich mit dem k. würltemb. StaatsministerGrafen v. Taube, wurde Witlwe und ist jetzt in zweiler Ehe verm. mitLudwig Freiherrn v. Ilaynau, grossherz. badisch. Geh. Rathe Ersterer,Graf Johann Friedrich Carl , geb. 30. Sept. 1789, gest. 2. April 1836als k. würltemb. Kammerherr und Ceremonienmeister, wurde, nochminderjährig, vom Rurfürsten Friedrich II. am Tage der feierlichen An-nahme der Kurwürde, 28. April 1803, um die Verdienste des verewigtenVaters zu ehren, mil dem Erb-Reichspanner-Amt und den damit ver-