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GRAFEN V. ZEDTWITZ.
Grafen v. Zedtwitz.
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Besitz: die Herrschaften Vorder- und Hinter - Liebenstein; die Herrschaft Asch, die GüterKrugsreuth, Wernersreuth, Schönbach, Ober- und Unter-Neuberg, Grün, Sorg,Iladeraannsgriin etc.
Wappen: Schild von Silber, Roth und Schwarz quergetheilt, ohne Bild.Ueber der Grafenkrone erhebt sich ein gekrönter Heim, auf welchem zwischen zwei,wie der Schild getheilten, Biiffelshörnern ein eben so getheilter und oben mit einemsilbernen Knopf besetzter orientalischer Spitzhut steht. Die Helmdecken sind sil-bern, roth und schwarz.
Sehr alle böhmische und bayerische Familie, welche ursprünglichaus Franken stammt. Schon im 12. Jahrhundert kommen in FrankenRitter dieses Namens vor, von welchen Nachkommen, zur Bekriegungder Sorben, im jetzigen Voigllande, unfern von Hof, sich niederliessen,das Stammhaus Zedtwitz, welcher Name so viel als Gnadendorf bedeutensoll, erbauten, und später als Herren ausgebreitete Besitzungen in dieserGegend erwarben. Heinrich Zedtwitz, Ritter, erkaufte 1390 die zumH. Rom. R. gehörige, aber der Krone Böhmen zu Lelm gehende VesteNeidberg, so wie später auch die beiden böhmischen Vesten Liebensteinund Königswarlh, und vertheilte diese Besitzungen unter seine dreiSöhne, Heinrich, Ehrhard und Veit , welche die Stifter dreier Linienwurden, dergestalt, dass der ältere Sohn, Heinrich , Liebenstein,der mittlere, Eiirhard , Königswarlh, und der jüngere, Veit , Neid-berg erhielt. Die Neidherger Linie erwarb im 15. Jahrhundert zu derVeste Neidberg noch den Markt Asch, so wie mehrere andere Dorf-schaflen und Güter, und bildete aus diesem Besitzlhume die HerrschaftAsch, welche bis 1775 zum Reiche gehörle, dann aber, unter Beibe-haltung aller Privilegien, an Böhmen kam.
In die ältere Linie zu Liebenstein kam vom Kaiser Joseph II. 1766der Rcichsgrafenstand in der Person Heinrich Sigismunds , Herrn aufLiebenstein. Die jüngere Linie, welche sich nach der Herrschaft Asch:Linie zu Asch nannte, erhielt den Reichsgrafensland vom Kurfürsten CarlTheodor v. d. Pfalz im Reichsvicariate 25. Aug. 1790. Die Linie zuKönigswarth, welche 1620 nach der Schlacht am weissen Berge bei