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2 (1853) L - Z
Entstehung
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GRAFEN V. ZEDLITZ-T-KirE.

Grafen v. Zedlitz-Loipe.

(ßoattgdifd).

jJrntfint.

Besitz: in Schlesien die Rittergüter Kralzkau und Golililsch; Bankwilz, Hosemlial, Christelwitz und Mörscheiwilz.

Wappen: im rothen, damascirten Schilde eine silberne, unten gerundeteSchnalle (Schwcrtgurl-Schnallc) mit zerbrochenem Dorn. Die Schnalle hat die Formeines spanischen Schildes und geht an beiden Oberecken und auch unten, wennsie gleich hier, wie angegeben, gerundet ist, kleehlaltfürmig aus. Der nach rechtshin schlagende Dorn ist in der Milte abgehrochen, gleichsam als wäre derselbe durchdas rollte Feld durchgesteckt und käme rechts wieder hervor (Stammwappen). Aufdem Schilde stehen drei gekrönte Meinte. Der rechte trägt die Schnalle des Schildes;der mittlere einen gekrönten und goldenbewehrten, auf den Flügeln mit goldenenKleestengeln belegten, schwarzen Adler, und der linke einen offenen, mit Blnts-tropfen besprengten, silbernen Adlers (lug (Helm des Stammwappens). Die Helnt-decken sind rechts und links roth und silbern und in der Mitte schwarz und silbern.

Das Geschlecht der Grafen und Freiherren v. Zedlitz gehört zuden ältesten und angesehensten schlesischen Familien und stammt ur-sprünglich aus Franken. Ein Zedlitz früher wurde der Name Czedlicz,Gzedicz, Sedlicze und Gedelic geschrieben war im Jahre 1000 Com-mandant der Flassenberg hei Quirnbach, und Ilinko Zedlitz kommt 1173als Rath und Minister des Herzogs Miecislaus (Micislas) III. in Polenvor. Als genauer bekannter Stammvater wird Tietze v . Zedlitz genannt,welcher bei der Vermählung der Prinzessin von Meranien mit demHerzog Heinrich I. um 1200 als angesehener Ritter und Gast mitgrossen Mitteln aus dem Voigllande nach Schlesien kam. Derselbe er-warb Rurgen und Güter im Tltale des Hauptlagers der Sudeten undihrer Vorberge, und das von ihm nach Schlesien verpflanzte Geschlechtbreitete sich in vielen Linien und Häusern sehr weit aus und kam zuhohem Ansehen und zu sehr grossem Grundbesitz. Unter den schlesi-schen Rurggrafen, Hauplleuten, Hofrichtern und Landes-Hauptleutenkommt der Name Zedlitz vielfach vor, und zu den ältesten Besitzungender Familie gehören Maiwaldau, Conradswaldau, Wiesenthal, Matten,Schönau, Lälin, Leipe, Nimmersatt, Neukirch, Tief-llartmannsdorf mit derFeste Freudenberg etc. Von den vielen Linien blühen jetzt noch Zedlitz-Neukirch, und Zedlitz-Leipe und Zedlitz-Wilkau besteht in der ZedlitzTrütschlersehen Linie fort. Aus Schlesien ist übrigens die Familie auch