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GRAFEN V. WISER.
gcnde, goldene Löwen. — Nach Cast (Adelsli. des Grossherzogtlmms Baden S. 214)ist die über den Schild laufende blaue Strasse, anstatt mit zwei Wieseln mit zweigoldenen, gekrönten und rechtsspringenden Löwen belegt, und es soll die Führungderselben aus dem pfälzischen Wappen dem Geschlechte Wiser erlaubt worden sein.— Da im 1. Felde in der linken, im 4. in der rechten Hälfte in Schwärz eingekrönter, goldener Löwe stellt, so ist wohl dieser der pfälzische Löwe.
Alle österreichische Familie, welche in den Erhlanden schon im15. Jahrhundert sehr angesehen und mit Lehngiitern unweit Melk seit1450 begütert, so wie mit vornehmen adeligen Geschlechtern durchVerheirathungen verwandt war. Christoph Wiser zu Augsburg wurde,wegen treuer Dienste gegen die Türken, vom Kaiser Maximilian 1. I 500geadelt. Ein Nachkomme desselben, Wolf , erhielt 1577 vom KaiserRudolph 11. die Bestätigung des Adels mit einer Vermehrung des Wap-pens. — Als nächster gemeinschaftlicher Stammvater der Grafen v. Wiserkommt Johann Georg , verm. mit Rarbara v. Mandel, vor, von dessenSöhnen Gottfried , kurpfälz. Geh. Rath und llof- und Landschaflscanzler,vom Kaiser Leopold 1. 1690 in den Freiherrenstand erhoben wurde.Von den fünf Söhnen desselben aus der Ehe mit Ursula Herminiev. NürndorlT (Stirndorf) pflanzte Franz Melchior das Geschlecht dauerndfort und legte den Grund zu grösserem Ansehen und Reichlhum derFamilie. Mit seinem Fürsten, dem Pfalzgrafen Johann Wilhelm, nahmderselbe die katholische Religion an, nachdem früher die Vorfahren, desGlaubens wegen, Oesterreich verlassen hatten, wurde w. Reichshofrath,kurpfälz. Geh. Staatsrath, llofcanzler etc., und später, wegen seinertreuen Dienste bei der Belagerung von Landau, k. Geh. Rath und llof-canzler, erhielt vom Kaiser Leopold I. 25. Juli 1702 den Reichs-grafenstand, erwarb die Herrschaften Zwingenberg, Siegelsbach, Weiler-hof etc. und starb 23. Nov. 1702. Durch seine Gemahlin, MariaWalburga Müller v. Gradeneck, ist derselbe der Stammvater der jetztblühenden Linien der Familie, der weissen und schwarzen, ge-worden.
Die weisse, auch Ferdinandinische Linie, gründete der ältereSohn des Grafen Franz Melchior, Graf Andreas Ferdinand, w . Reichs-hofrath, kurpfälz. Geh. Rath, Kriegsrath und Regierungs-Präsident. Vonseinen Söhnen aus der Ehe mit einer Gräfin v. Leiningen-Westerburgpflanzte Carl Joseph , geb. 10. Febr. 1716, gest. 12. Apr. 1788,kurbayer. Kämmerer und kurpfälz. General - Major, verm. mit Carolinev. Helmstädt, das Geschlecht fort. Von dem Sohne des Letzleren,Carl Theodor , geh. 1760, k. bayer. Kämmerer, grossberz. badischemOber-Hofgerichtsrathe etc., stammte aus der Ehe mit Josepha FranziskaFreiin v. Erlhai: Friedrich Carl , gest. 19. Apr. 1831, k. bayer. Käm-merer und Major, verm. mit Anna Maria Freiin v. Koffler, geh. 1789,gest. 13. Sept. 1840, und aus dieser Ehe entspross Graf WilhelmCarl Friedrich (s. unten).
Die schwarze, auch Josephinische Linie, stiftete der jüngereSolin des Grafen Franz Melchior, Graf Franz Joseph , geb. 1679, Herrauf Friedelsheim, Sinlzelsbach und Leutershausen, kurpfälz. Geh. Rath,Kammerherr, Oberburggraf zu Heidelberg etc., verm. mit Elisabeth