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2 (1853) L - Z
Entstehung
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GRAFEN V. WIMPFFEN.

Grafen v. Wimplfen.

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Besitz: Kninberg und Radegund, Reitenau und Eicliberg in Steiermark, BaUagiia im Vene-lianischen etc.

Wappen: im rollten Schilde auf grünem Rasen ein linksschreitender sil-berner Widder mit goldenen Hörnern und Klauen, welcher mit den Vorderfiissenein goldenes Kreuz hält. Ueber der Grafenkrone erhebt sich ein gekrönter Helm,auf welchem zwischen zwei rothen Biiffelshörnern der Widder des Schildes, ohneKreuz, so aufwächst, dass er den rechten Vorderfuss vor dem linken Hörne herab-,den linken Vorderfuss hinter dem Hörne hält. In der Mündung der Hörner stecktan grünem Stiele ein grünes Blatt, und an jeder äusseren Seite der Horner steckendrei grüne Stiele, der oberste mit einem herabhängenden grünen Blatte, der mittleremit zwei und der untere mit drei solchen Blättern. Die Helmdecken sind roth undsilbern. Das ursprüngliche Wappenhild war der Widder; das Kreuz in den Vor-derfüssen desselben erhielt 1373 Sigmund Heeremann v. WimplTen vom KaiserCarl IV.

Sehr alles schwäbisches Geschlecht, welches zur reichsunmillclharenRitterschaft in Schwaben, Canton Ortenau, gehörte, und dem Craichgauentsprossen ist. Die Heeremann v. WimplTen oder WilmpfCen tauchenaus dem Dunkel der Zeit in der ersten Hälfte des 11. Jahrhundertsauf: Dagobert verkaufte die beiden Neckarstädte: WimplTen am Bergeund WimplTen im Thale dem HochsliTte Worms mit der Bedingung, dasssein Bruder Arnold zum Bischof desselben erwählt würde, wie 1044geschah. Die ununterbrochene Stammreihe beginnt mit Sigmund Heere-mann v. WimplTen, Herrn auf BrixensLein, ZabietsLein, Ebershausen etc.in Schwaben, Kaiser Carls IV. Feldoberslen, welchem der Kaiser 1373auf dem Reichslage zu Speier den eigenhändigen Ritterschlag erlheilte,wobei die erwähnte Wappenvermehrung mit dem Kreuze erfolgte. Mitdem Sohne desselben, Carl August (man beachte den Doppelnamen),geb. 1353, k. Feld-Hauptmann, soll die Familie nach der freien Reichs-stadt Nürnberg gekommen sein, unter deren Patriciern dieselbe fastdreihundert Jahre verblieb. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhundertskam das Geschlecht ins Elsass, und zwei Brüder, Johann Friedrich undJohann Dietrich , gründeten zwei noch jetzt blühende Hauptstämme.